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2.200 Roboter für weiteren E-Umbau bei Volkswagen

Autor / Redakteur: dpa / Nick Luhmann

Der Volkswagen-Konzern setzt den Umbau mehrerer Werke für die Produktion von Elektroautos fort und investiert in die dafür nötige Automatisierung.

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Karosseriebau bei Volkswagen in Zwickau
Karosseriebau bei Volkswagen in Zwickau
(Source: VW)

Der weltgrößte Autobauer hat rund 2.200 spezialisierte Roboter geordert, die in den umgebauten Fabriken in Emden, Hannover und Chattanooga (USA) eingesetzt werden sollen. Sie übernehmen dort die Batteriemontage und Karosseriefertigung. Bei der Kernmarke sind es etwa 1.400, bei den VW-Nutzfahrzeugen 800 Roboter.

Der Autobauer stellt verschiedene Fabriken komplett oder in großen Teilen von Verbrennungsmotoren auf Hybrid- oder reine E-Modelle um. In Zwickau, wo der ID3 und ID4 entstehen, ist dies im Wesentlichen abgeschlossen. Im chinesischen Anting soll die Elektro-Fertigung ebenfalls noch 2020 beginnen. Bald kommt Dresden hinzu, ab 2022 folgen dann Emden, Hannover und Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee. Während Emden ebenso auf den ID4 ausgelegt wird, will Volkswagen an den beiden letztgenannten Standorten den Elektro-Bus ID-Buzz bauen.

„Mit dem Start des ID-Buzz werden wir in Hannover die aktuelle Modernisierung unseres Werks abgeschlossen haben, von der auch alle weiteren Modelle am Standort profitieren werden“, erklärte Josef Baumert, Vorstand für Produktion und Logistik bei den leichten VW-Nutzfahrzeugen. Zurzeit wird in der niedersächsischen Landeshauptstadt auch noch der normale VW-Bus gebaut. Die Umgestaltung des Standorts liege im Zeitplan, hieß es.

Insgesamt steckt der Volkswagen-Konzern bis einschließlich 2024 rund 48 Milliarden Euro in den Ausbau der E-Mobilität, wenn man die chinesischen Gemeinschaftsunternehmen mitrechnet. Auch bei der internen Zulieferung wird viel investiert, etwa in den Bau eines eigenen Batteriezellwerks in Salzgitter. In Digital- und Softwarethemen sowie in Techniken rund um das autonome Fahren fließen weitere 14 Milliarden Euro. Für Mitte November wird der aktualisierte Investitionsplan für die kommenden Jahre erwartet.

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