3.000 Kilometer mit einem Liter Benzin

Autor / Redakteur: Johannes Büttner / Johannes Büttner

Schüler- und Studententeams aus ganz Europa sind beim 29. Shell-Eco-Marathon mit selbst konstruierten Boliden an den Start gegangen. Oberstes Zeil: ein geringer Treibstoffverbrauch.

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Für den Eco-Marathon konstruierten Schüler und Studenten Fahrzeuge mit möglichst geringem Treibstoffverbrauch.
Für den Eco-Marathon konstruierten Schüler und Studenten Fahrzeuge mit möglichst geringem Treibstoffverbrauch.
(Foto: Shell)

Das favorisierte Team La Joliverie konnte beim 29. Shell-Eco-Marathon nicht geschlagen werden: Der von französischen Studenten konstruierte Rennwagen war so sparsam unterwegs, dass er mit einem Liter Benzin 2.980 Kilometer weit gekommen wäre. Das bedeutete Platz eins in der Klasse der Prototypen mit Verbrennungsmotor. Ziel des Wettbewerbs, der vom 17. bis 19. Mai in Rotterdam stattfand, war es nämlich, ein möglichst verbrauchsarmes Fahrzeug zu konstruieren.

Doch auch die deutschen Teams konnten sich gut behaupten. In der Klasse der straßentauglichen Urban Concepts stellte die Hochschule Offenburg einen neuen Rekord mit dieselbetriebenem Verbrennungsmotor auf. Sie fuhren mit ihrem „Schluckspecht“ 315 Kilometer und brachen damit den bislang geltenden Rekord aus dem Jahr 2008. „Statt zu schlafen, haben wir die ganzen Nächte durchgeschraubt und damit unser Fahrzeug verbessert. Das hat sich ausgezahlt. Jetzt wird erst mal richtig gefeiert und im nächsten Jahr legen wir dann noch einen drauf“, sagte Maschinenbaustudent David Schilli.

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Gutes Abschneiden der Deutschen

Die Studenten vom Eco-Team der TU München fuhren mit ihrem batteriebetriebenen Prototypenfahrzeug auf den zweiten Rang. Eine Kilowattstunde Strom reichte ihnen für 958 Kilometer Fahrleistung. Bei den Urban Concepts mit Batteriebetrieb landeten gleich drei deutsche Teams unter den ersten zwölf: Der Aeris II der Fachhochschule Trier kam mit 339 km/kWh auf Platz zwei, die Schüler des Oberstufenzentrums Ostprignitz belegten mit 179 km/kWh den vierten und das Team Mobileo vom Leo-Sympher Berufskolleg aus Minden mit 90 km/kWh den zwölften Rang.

In der Klasse Prototypen mit Wasserstoff gingen in diesem Jahr gleich sieben der insgesamt 19 deutschen Teams an den Start. Am besten schlugen sich die Sachsen von der Technischen Universität Chemnitz (235 kw/kWh, Platz 5), das Team Thaiger der Fachhochschule Stralsund und des Stralsunder Hansagymnasiums (158 km/kWh, Platz 9) und das Team Naob vom Nicolaus-August-Otto-Berufskolleg aus Köln (107 km/kWh, Platz 12). Alle Ergebnisse finden Sie auf der Homepage der Veranstaltung.

Während des dreitägigen Wettbewerbs im Herzen Rotterdams fieberten über 50.000 Besucher mit den 183 Teams aus ganz Europa und Nordafrika. Abseits des Wettbewerbs konnten die Besucher an mehreren Stationen im sogenannten Energy Lab ausprobieren, wie Energie erzeugt wird.

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