3D-Brille sichert Prozesse im Autobau ab

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Der Automobilbau wird zunehmend digitalisiert. Bei VW kommen jetzt auch Datenbrillen zum Einsatz. Sie sollen Fehler in der Teilezuordnung vermeiden und das Einlernen der Mitarbeiter beschleunigen.

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Die Hände frei und alle wichtigen Infos immer im Blick: Im VW-Werk Wolfsburg setzen die Mitarbeiter jetzt 3D-Datenbrillen ein.
Die Hände frei und alle wichtigen Infos immer im Blick: Im VW-Werk Wolfsburg setzen die Mitarbeiter jetzt 3D-Datenbrillen ein.
(Foto: VW)

Die Hände frei und alle wichtigen Infos stets im Blickfeld: Im VW-Werk in Wolfsburg setzen die Mitarbeiter jetzt 3D-Datenbrillen ein. Aktuell arbeiten 30 Personen in der Werklogistik bei der Kommissionierung mit der neuen Technik.

Dem Nutzer werden in seinem Sichtfeld der Brille automatisch alle notwendigen Informationen wie Entnahmeplatz oder Teilenummer eingeblendet. Die Kamera der Brille dient zudem als Barcode-Scanner. Hierbei werden richtige Barcodes und Entnahmen in grün dargestellt – und falsch entnommene Teile rot eingefärbt. Bedient wird die Brille über Berührung oder Sprache. Grundsätzlich kann der Mitarbeiter während der Arbeit also beide Hände frei haben.

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Ob sie die Datenbrille nutzen wollen, können die Mitarbeiter selbst entscheiden. Aufgrund der positiven Erfahrung ist laut VW geplant, die Datenbrille auch in weiteren Bereichen, Werken und Marken einzusetzen. Grundsätzlich ist Reinhard de Vries, Leiter Werkslogistik in Wolfsburg, überzeugt, dass die Digitalisierung zunehmend Einzug in die Produktion halten wird.

An die Datenbrille werden die interessierten Mitarbeiter sukzessive herangeführt. Nach einer Eingewöhnungszeit können neue Mitarbeiter schneller eingearbeitet werden. Aktuell arbeitet das Werk Wolfsburg in verschiedenen Bereichen wie der Frontscheibe oder der Gelenkwellen mit der Datenbrille. Aufgrund der positiven Erfahrung sei geplant, die Datenbrille in weiteren Bereichen, Werken und Marken einzusetzen, teilt der Autobauer mit.

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