40 deutsche Volvo-Händler wollen Polestar-Standort

Rund 15 Standorte sind deutschlandweit geplant

| Autor: Julia Mauritz

Einen ähnlichen Hightech-Charakter werden die geplanten Polestar-Spaces haben.
Einen ähnlichen Hightech-Charakter werden die geplanten Polestar-Spaces haben. (Bild: Polestar)

2019 kommt mit dem Plug-in-Hybrid Polestar 1 das erste Modell der elektrischen Performance-Marke auf den Markt; 2020 und 2021 folgen zwei reine Elektroautos. Obgleich die Modelle ausschließlich digital vermarktet werden, will Volvos Tochterunternehmen bis 2020 weltweit 60 Hightech-Markenerlebniswelten eröffnen, in denen die Käufer die Fahrzeuge physisch in Augenschein nehmen und sich über die Technik informieren können.

Auch in Deutschland sind mehrere sogenannte Polestar-Spaces geplant, die nicht vom 2017 gegründeten Unternehmen selbst, sondern von Händlern betrieben werden sollen. „Wir haben Polestar empfohlen, ein Netz von rund 15 Standorten aufzubauen“, sagte Volvo-Deutschland-Geschäftsführer Thomas Bauch im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

Im ersten Schritt ginge es darum, die sieben größten Städte in Deutschland mit Polestar-Spaces zu besetzen – das wären Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf. Fest steht: In ein klassisches Volvo-Haus soll die Marke Polestar nicht integriert werden. Die Polestar-Spaces sollen vielmehr nach dem Tesla-Prinzip als komplett eigenständige Showrooms in den Innenstädten stehen. Um ein einigermaßen flächendeckendes Netz sicherzustellen, plane man, im zweiten Schritt weitere acht Standorte zu eröffnen, so Thomas Bauch. Ob das alles Polestar-Spaces sein werden oder eventuell nur Servicestützpunkte, ist noch offen.

Das Interesse der Volvo-Händler, einen Polestar-Space zu betreiben, ist groß, obgleich die Fahrzeuge über ein digitales All-inclusive-Abomodell vertrieben werden, das Care-by-Volvo ähneln wird. Polestar hatte jüngst Volvo-Vertriebspartner aus verschiedenen Ländern nach Göteborg geladen, um ihnen dort die geplanten Modelle, das neue Showroom-Konzept und das Business-Modell zu präsentieren.

40 deutsche Volvo-Händler hätten ihr Interesse bekundet, einen Polestar-Space zu betreiben, freut sich Thomas Bauch. Die Bewerbung läuft dabei nicht über Volvo Deutschland, sondern direkt über den künftigen Vertragspartner Polestar. Dazu, wie das Business-Modell genau aussieht, ob beispielsweise Polestar die CI-Kosten übernimmt oder wie die Leistungen der Händler honoriert werden, wollte sich ein Volvo-Sprecher sich äußern.

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