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50 Jahre Dacia: Vom Lizenzbauer zum Global Player

| Autor / Redakteur: ampnet / Jakob Schreiner

Jubiläum bei Dacia: 1968 rollte das erste in Lizenz gebaute Modell im rumänischen Stammwerk Pitesti vom Band. Seit 2004 ist die Billigmarke auf Erfolgskurs, ist in 44 Ländern präsent und konnte im März 2018 den fünfmillionsten Dacia in Kundenhand übergeben.

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Der Dacia 1100 war das erste Modell des rumänischen Autobauers.
Der Dacia 1100 war das erste Modell des rumänischen Autobauers.
(Bild: Dacia)

Die rumänische Marke Dacia feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Im August 1968 rollte im Stammwerk Pitesti als erstes Modell der Dacia 1100 vom Band, ein Lizenzbau des Renault 8. Seit 1999 ist Dacia Teil der Renault-Gruppe. Mit Einführung der Stufenhecklimousine Logan startete die Marke 2004 ihre Expansion. Seit dem Relaunch setzte Dacia über fünf Millionen Fahrzeuge ab.

Im Jahr 1965 beschloss die rumänische Regierung den Aufbau einer nationalen Automobilindustrie. Mangels eigenen Know-hows entschied sie sich für die Lizenzfertigung. Verschiedene westliche Hersteller wurden kontaktiert, am Ende gewann Renault die Ausschreibung mit einem Modell, das zum damaligen Zeitpunkt noch gar nicht auf dem Markt war: dem Renault 12.

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Als Produktionsstätte wurde ein Lkw-Komponentenwerk bei Pitesti ausgewählt und mit Hilfe von Renault zu einem Automobilwerk ausgebaut. Am 20. August 1968 schließlich startete offiziell die Produktion – anders als geplant zunächst mit dem Renault 8. Der Name des neuen Modells: Dacia 1100. Ein Jahr später folgte mit dem Dacia 1300 der ursprünglich vorgesehene Lizenzbau des Renault 12.

Mit der Öffnung Rumäniens nach Westen strömten in den 1990er-Jahren günstige Gebrauchtwagen ins Land. Um sich gegen die neue und vielfach modernere Konkurrenz am Markt zu behaupten, suchte Dacia nach einem Partner. 1999 wurde die Marke Teil der Renault-Gruppe, die 51 Prozent der Anteile übernahm und den Standort Pitesti gründlich modernisierte.

Als Initialzündung für den kommenden Dacia-Aufschwung erwies sich der Marktstart der kompakten Stufenhecklimousine Logan im Jahr 2004. Das ursprünglich als „5000-Euro-Auto” für Schwellenländer konzipierte Fahrzeug verband zeitgemäße Renault-Technik mit einem günstigen Anschaffungspreis und bezahlbaren Unterhaltskosten. Praktisch aus dem Stand entwickelten sich der Logan und die ab 2007 erhältliche Kombiversion Logan MCV zu globalen Bestsellern. Wie alle späteren Dacia-Modelle vertrieb die Renault-Gruppe den Logan von Beginn an in vielen Ländern auch unter dem Markennamen Renault. Die Logan-Baureihe diente als Vorbild für alle künftigen Dacia-Fahrzeuge.

Zusätzlich zur Produktion im Stammwerk im rumänischen Pitesti fertigt die Renault-Gruppe heute Dacia-Modelle und baugleiche Fahrzeuge unter dem Namen Renault in Casablanca und Tanger (Marokko), Moskau (Russland), Curitiba (Brasilien), Envigado (Kolumbien), Cordoba (Argentinien) und Oran (Algerien). Hinzu kommt die Produktion in den Werken Chennai (Indien) und Togliatti (Russland).

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