Porsche

50 Jahre Ententanz

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Also macht sich Brodbeck, bewaffnet mit Drahtstäben und Blechtafeln, auf in die Karosserieabteilung und baut im ersten Schritt eine Art Schild für den Motordeckel. Zusammen mit Stylisten Rolf Wiener wird daraus der bekannte Heckspoiler. Den testen sie im Windkanal sowie auf Versuchs- und Teststrecken. Ziel aller Bestrebungen ist es, den „formal geschlossenen“ Charakter des 911 zu erhalten, den Nachteil des abfallenden Hecks durch geeignete und stilistisch vertretbare Maßnahmen zu kompensieren und damit die Aerodynamik des 911 zu verbessern.

Im Windkanal erkennen die Ingenieure den Strömungsverlauf am Heck und die Veränderungen mit der neuen Abrisskante. Da das Versuchsauto auf einem Träger mit jeweils einer Waage pro Achse steht, lassen sich die neuen Werte des Auftriebs ablesen. Nach drei Tagen im Windkanal mit drei unterschiedlichen Varianten legen sich die Ingenieure auf eine erste Abmessung bei Höhe und Breite des Heckspoilers fest. Ihre neue Erkenntnis: Der neue „Entenbürzel“ drückt mit seiner Erhebung den 911 Carrera RS 2.7 bei schneller Fahrt Richtung Straße und versorgt den Heckmotor mit zusätzlicher Kühlluft. Dabei wird der Effekt ohne Luftwiderstandserhöhung erzielt – im Gegenteil.