Oldtimertreffen 9.000 Besucher und 1.300 Fahrzeuge auf dem 22. OMMMA

Autor: Peter Diehl

Das Ost-Mobil-Meeting Magdeburg (OMMMA) fand in diesem Jahr zum 22. Mal statt. Zu sehen waren Fahrzeuge aller Bauarten und ein wiederkehrender Trend: sogenannte Müller-Dachzelte.

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Müller-Dachzelte waren auf DDR-Campingplätzen ein gewohnter Anblick – heute offenbar wieder.
Müller-Dachzelte waren auf DDR-Campingplätzen ein gewohnter Anblick – heute offenbar wieder.
(Bild: Diehl)

Eigentlich heißt es das OMMMA, nicht die OMMMA. Doch selbst der Moderator verfiel wiederholt der phonetisch naheliegenden, aber falschen Deklination. Das Kürzel steht für Ost-Mobil-Meeting Magdeburg, eines der größten Treffen für Oldtimerfahrzeuge der damaligen DDR und des Ostblocks. Nachdem es 2020 pandemiebedingt ausfiel, fand das OMMMA am 28. August zum 22. Mal statt.

Laut der Messe- und Veranstaltungsgesellschaft GmbH und dem Verein IFA-Freunde Sachsen-Anhalt e. V. trafen im Magdeburger Elbauenpark diesmal knapp 9.000 Besucher auf rund 1.300 Fahrzeuge und exakt 116 Teilehändler. Das sind etwa 1.500 Besucher, 700 Fahrzeuge und 70 Teilehändler weniger als 2019. Begründen lässt sich das mit der noch nicht überwundenen Pandemie und mit der Wettervorhersage, die insbesondere für den Sonnabend schlechter ausfiel als das Wetter selbst. Mit Blick auf die 2020 abgesagte Veranstaltung betrachtet der Vereinsvorsitzende Frank Schuster die Zahlen dennoch positiv und scherzt: „Streit um die besten Stellplätze gab es in diesem Jahr nicht.“

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Unter den Fahrzeugen fanden sich alle gängigen Bauarten: Krafträder, Pkw, Transporter, Lkw, Busse und nicht zuletzt Anhänger, vor allem Campinganhänger. Ergänzend dazu eine beachtliche Zahl von Müller-Dachzelten, benannt nach ihrem Entwickler Gerhard Müller. Hauptsächlich montiert auf Trabant-Dächern, stützen sie sich in den Wagenheberaufnahmen und auf der Anhängerkupplung ab. Campingurlaub im Autodachzelt war in der DDR ein Trend, der heute offenbar wiederkehrt. Dass auf der Campingwiese des OMMMA übernachtet werden darf, wirkt vermutlich verstärkend.

Übliche Verdächtige und Seltenheiten

Auch selten gewordene Fahrzeuge waren in Magdeburg zu sehen, unter anderem zwei IFA F8 Kombi, ein Tatra 613 mit der kubanischen Botschaft in Ostberlin als Erstbesitzer, ein Tatra 813 8x8 der Nationalen Volksarmee (NVA), ein Reisebus des Geraer Herstellers Fritz Fleischer und ein dreirädriger Vorderkipper Picco I. Letzterer ist allerdings mehr Baumaschine als Straßenfahrzeug. Auf Limousine, Kombi und Cabriolet des Sachsenring P240, in den vergangenen Jahren sozusagen Stammgäste, wartete man diesmal vergeblich. Ebenso fehlte der von zahlreichen Youtube-Videos bekannte GAZ 66 „Ivan“ mit wohnlich ausgebautem Funkkofferaufbau.

Das Gelände des Elbauenparks, in dem 1999 eine Bundesgartenschau stattfand, ist zwar riesig, aber gut strukturiert. Im für das OMMMA genutzten Bereich des Großen Cracauer Angers schließt sich der Fahrzeugwiese die Teilehändlerwiese und dieser die Campingwiese an. Dazwischen immer wieder – und in diesem Jahr verstärkt – Stände mit Speis und Trank. Verirren, Verhungern und Verdursten ausgeschlossen.

Das 23. OMMMA soll am 27. August 2022 stattfinden. Teilnahmeberechtigt sind stets Fahrzeuge, die in den Jahren 1946 bis 1991 auf dem Gebiet der DDR und des Ostblocks gebaut wurden. Kontakt zum Veranstalter über dessen Website.

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 Peter Diehl

Peter Diehl

Fachredakteur Automobiltechnik und -reparatur, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG