Bremseninstandsetzung Abdrehen statt tauschen

Autor: Steffen Dominsky

Der Werkstattausrüster We-4-Sales bietet für die Bremsenabdrehmaschine PFM 9.2 Boss von Pro-Cut einen neuen Parallel-Schneidkopf an. Dieser verfügt über einen zusätzlichen Anpressadapter für mehr Steifigkeit.

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Das Bremsscheibenabdrehgerät Pro-Cut PFM 9.2 Boss verfügt über einen neuen Parallel-Schneidkopf. Der lässt sich auch bei älteren Geräten nachrüsten.
Das Bremsscheibenabdrehgerät Pro-Cut PFM 9.2 Boss verfügt über einen neuen Parallel-Schneidkopf. Der lässt sich auch bei älteren Geräten nachrüsten.
(Bild: we4sales)

Es gibt zahlreiche Gründe in der Werkstattpraxis, die es ratsam machen, Bremsscheiben abzudrehen, statt sie durch Neuteile zu ersetzen. Beispiel gebrauchte Verkaufsfahrzeuge: Verrostete, aber maßtechnisch einwandfreie Scheiben lassen sich durch „schnelles“ Überdrehen meist retten. Das weiß der Werkstattausrüster We-4-Sales GmbH, ein Anbieter von Bremsscheibenabdrehgeräten der Marke Pro-Cut. Und coronabedingt wurden und werden die Standzeiten dieser Fahrzeuge nicht geringer, im Gegenteil.

Der neue Parallel-Schneidkopf 50-1299 kann vielfach auch bei älteren Maschinen nachgerüstet werden.
Der neue Parallel-Schneidkopf 50-1299 kann vielfach auch bei älteren Maschinen nachgerüstet werden.
(Bild: we4sales)

Zwar verfügen alle seit 2016 verkauften Maschinen vom Typ Pro-Cut PFM 9.2 Boss über Parallel-Schneidköpfe. Doch die nun lieferbare neue Schneidkopf-Generation soll Werkstätten ein noch leichteres Abdrehen ermöglichen. Eine verstärkte Bauweise verspricht ein Plus an Verwindungssteifigkeit. Eine überarbeitete Grundplatte verringert zudem den Platzbedarf bei der Bearbeitung; das ist insbesondere bei großen Bremsscheiben an Hinterachsen hilfreich. Außerdem verfügt die neue Variante über einen zusätzlichen Anpresshalter, der zu noch mehr Steifigkeit führt, verspricht We-4-Sales.

Da alte und neue Parallel-Schneidkopfvarianten untereinander austauschbar sind, können vorhandene Abdrehgeräte meist nachgerüstet werden. Dies bedarf je nach Maschinentyp jedoch verschiedener Umbauten, so der Anbieter. Auch das Messtechnikmodul „G2X“, dank dem der Anwender die Bremsscheibendicke in Echtzeit während der Bearbeitung erfassen kann, ist für beide Varianten kompatibel und kann bei Bedarf nachgerüstet werden. Mit dem neuen Schneidkopf 50-1299 können Werkstätten massive, belüftete, gelochte, geschlitzte und selbst sogenannte „Wave“-Bremsscheiben aus Stahl bearbeiten. Alle ab sofort ausgelieferten Varianten des Pro-Cut PFM 9.2 Boss verfügen werksseitig über den neuen Schneidkopf, der auch separat zum Preis von 1.500 Euro erhältlich ist. Ein vollständiges Pro-Cut PFM 9.2 Boss schlägt mit 9.999 Euro zu Buche – für Vorführgeräte gelten Sonderkonditionen.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group