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Abgasmessung Es gibt viel zu prüfen

Autor / Redakteur: Gernot Goppelt / Jan Rosenow

Der TÜV Süd hat ein neues Prüflabor im baden-württembergischen Heimsheim errichtet und verdoppelt damit seine Kapazitäten. Die Gründe: neue Anforderungen durch die Euro 7, zunehmende Elektrifizierung und mehr internationale Kunden.

Im neuen MAZ gibt es sechs Prüfstände von Horiba und AIP (Maha), fünf davon mit vier angetriebenen Rollen.
Im neuen MAZ gibt es sechs Prüfstände von Horiba und AIP (Maha), fünf davon mit vier angetriebenen Rollen.
(Bild: TÜV Süd)

Wieso braucht der TÜV Süd angesichts immer mehr elektrischer Fahrzeuge mehr Kapazitäten für die Abgasprüfung? Das könnte man sich fragen, wenn man die Dimensionen des neuen „Mobilitäts- und Antriebszentrums“ (MAZ) in Heimsheim betrachtet. Doch hier geht es nicht um die Abgasuntersuchung, sondern um Emissionsmessungen bei der Typprüfung. Und auf diesem Gebiet steigt der Aufwand durch komplexere Regulierungen, neue Antriebskonzepte sowie zusätzliche Kunden erheblich an.

Das MAZ ist in erster Linie eine Reaktion auf Anforderungen durch den WLTP und die zu erwartende Euro 7. Beim WLTP geht es ja nicht nur um ein realitätsnäheres Fahrprofil, sondern es müssen auch unterschiedliche Fahrzeugvarianten geprüft werden usw. Ein Nebeneffekt des WLTP ist außerdem, dass der TÜV Süd auch zunehmend Kunden aus Asien hat, die – mit leichten Unterschieden – ebenfalls den WLTP zur Typprüfung heranziehen.