Antriebsmix Absatzkrise von Benzinern und Diesel-Pkw verschärft sich 2020 in Europa

Autor: Andreas Grimm

Im Corona-Jahr sind die Pkw-Verkäufe in Europa stark eingebrochen. Rückläufig waren aber nur die klassischen Verbrennerfahrzeuge, der Absatz elektrifizierter Modelle legte kräftig zu. Die gegenläufige Entwicklung zeigt sich deutlich an den Marktanteilen der Antriebsarten.

( VDE)

Die Verbreitung der Antriebsarten jenseits von Benzin und Diesel nimmt in Europa immer weiter an Fahrt auf. Wie der Herstellerverband Acea am Donnerstag mitteilte, ist der Anteil von Neufahrzeugen mit Otto- und Dieselmotor im Jahresverlauf 2020 deutlich gesunken. Während ihre Verkaufsahlen nicht zuletzt angesichts der Corona-Folgen in absoluten Zahlen kräftig sanken, legten die Verkaufszahlen der alternativen Antriebe gegenüber dem Jahr 2019 kräftig zu.

In den Ländern der EU, der Efta und in Großbritannien wurden demnach im Jahr 2020 noch 3,1 Millionen Diesel-Fahrzeuge erstmals zugelassen (-35,2 %). Dazu kamen 5,75 Millionen Neuwagen mit Ottomotoren neu auf die Straßen (-37,5 %). Die Gesamtzahl der so genannten alternativen Antriebe kletterte demgegenüber um 70,5 Prozent auf 3 Millionen Einheiten. Zum Vergleich: Der europäische Neuwagenmarkt sackte im Jahr 2020 um 24,3 Prozent auf knapp 12 Millionen Einheiten ab.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Fachredakteur Management & Handel, Redaktion »kfz-betrieb«