China Absatzplus rettet die Verkaufszahlen deutscher Premiumanbieter

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Unterschiedlicher könnten die Zahlen zum Automarkt im Januar nicht sein. Während China im Jahresvergleich ein rasantes Wachstum aufweist, sind die Autoverkäufe in Westeuropa auf ein historisches Tief abgestürzt.

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In China rollt das Geschäft mit Neuwagen wieder.
In China rollt das Geschäft mit Neuwagen wieder.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Der für die deutschen Autobauer immens wichtige chinesische Automarkt hat sich zum Jahresbeginn weiter belebt. Im Vergleich zum vom Coronavirus-Ausbruch belasteten Vorjahresmonat kletterten die Einzelhandelsverkäufe von Autos im Januar um 25,6 Prozent auf 2,18 Millionen Stück, wie der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) am Montag in Peking mitteilte.

Ähnliche Zahlen hatte in der Vorwoche bereits der Herstellerverband CAAM vorgelegt. Seinen Angaben zufolge war die Zahl der Auslieferungen von Autos und Nutzfahrzeugen an die Händler im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 31,9 Prozent geklettert. Die PCA-Zahlen spiegeln demgegenüber die tatsächlichen Verkäufe an Kunden wieder.

Vergangenes Jahr hatten ein früherer Beginn des chinesischen Neujahrsfestes sowie der Kampf gegen die Covid-19-Pandemie den Markt zunächst schwer belastet. Nach dem Einbruch hatte die Regierung den Absatz in der zweiten Jahreshälfte mit Fördermitteln erfolgreich wieder angekurbelt.

Tief in Europa

In Europa ist dagegen der Kampf gegen das Virus noch in vollem Gange. Die Einschränkung des Handels und des öffentlichen Lebens haben hier die Verkaufszahlen auf einen historischen Tiefpunkt abstürzen lassen. 762.525 Neuzulassungen im Januar bedeuteten nach Angaben des Duisburger CAR-Instituts den niedrigsten Stand für diesen Monat seit 1990.

Dass die Autokonjunktur in China wieder läuft, schlägt sich auch in der Zahl der deutschen Autobauer nieder. Daimler berichtete von einem deutlichen Auto-Absatzplus zu Jahresbeginn von 10,5 Prozent. Bei der Marke BMW schnellte der sogenannte Großhandelsabsatz, das sind die Lieferungen an die Händler, weltweit im Vergleich zum Januar 2020 sogar um 27 Prozent auf 182.764 Autos nach oben. Für beide Hersteller ist China ein extrem wichtiger Absatzmarkt.

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