ZDK-Referentin geht in den Ruhestand Abschied von Miss Oldtimer

Von Doris Pfaff

ZDK-Referentin Andrea Zeus setzt sich zumindest beruflich zur Ruhe. 22 Jahre lang prägte sie in der Abteilung Berufsbildung drei Themen, die verschiedener nicht sein können: Old- und Youngtimer, ZDK-Messeauftritte und Berufswettbewerbe.

Mit dem deutschen Kfz-Team bei den Euroskills 2021: (von links) Thomas Holzmann, Clemens Böhm, Andrea Zeus, Tobias Zander und Jörg Stotz.
Mit dem deutschen Kfz-Team bei den Euroskills 2021: (von links) Thomas Holzmann, Clemens Böhm, Andrea Zeus, Tobias Zander und Jörg Stotz.
(Bild: Worldskills Germany/Frank Erpinar)

Für Andrea Zeus ist bald Schluss im ZDK. Ende Februar geht die Referentin der Abteilung Berufsbildung in den Ruhestand. 22 Jahre lang kümmerte sie sich vor allem um die Themen Automechanika, internationale Berufswettbewerbe und Old- und Youngtimer.

Letzteres prägte sie so sehr, dass sie in Branchenkreisen den Titel „Miss Oldtimer“ verliehen bekam. Dabei hatte Zeus mit historischen Fahrzeugen zunächst nichts am Hut. Damit kam sie erst in Berührung, als ihr 2006 Bundesinnungsmeister und ZDK-Vizepräsident Wilhelm Hülsdonk das Thema antrug. „Ich hatte von Oldtimern überhaupt keine Ahnung und musste mich zunächst schlau machen“, sagt sie. Schließlich fasste sie all ihr gesammeltes Wissen in einer Broschüre zusammen. Das war die erste, die es im Kfz-Gewerbe überhaupt zum Thema Oldtimer gab. Schon früh stand dabei die Frage nach den Fachkräften im Raum. Schließlich sind für Reparatur und Wartung der Klassiker Fachkenntnisse gefragt. Über diese verfügten aber bis dato nur Bastler oder ältere Kfz-Mechatroniker als „alte Hasen“, weil sie früher selbst täglich an solchen Fahrzeugen gearbeitet hatten. Inzwischen werden sie weniger – ein Großteil von ihnen ist schon in den Ruhestand gegangen. Ihr Wissen droht verloren zu gehen, wenn es nicht weitergegeben wird, erkannte Zeus.