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ADAC-Kindersitztest: Qualität hat ihren Preis

Autor / Redakteur: sp-x / Viktoria Hahn

Egal für welches Auto und welches Kind: Die Auswahl an sicheren Sitzen ist groß. Zwei Drittel der Modelle haben im Test gut und sehr gut abgeschnitten. Die besten Exemplare sind allerdings recht kostspielig.

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Die meisten Kindersitze überzeugen im ADAC-Test.
Die meisten Kindersitze überzeugen im ADAC-Test.
(Bild: ADAC/ Ralph Wagner)

Das Angebot an guten Autokindersitzen ist groß. In einem Test des ADAC erreichten 18 von 26 getesteten Exemplaren für alle Altersklassen die Note „gut“, einer bekam sogar ein „sehr gut“. Einen Komplettausfall gab es diesmal anders als bei vorangegangenen Prüfungen nicht. Testsieger ist die Babyschale „Silver Cross Dream + Dream i-Size Base“ mit dem Urteil „sehr gut“. Mit 500 Euro zählt das Rückhaltesystem aber auch zu den teuersten im Test.

Bei den mitwachsenden Sitzen für größere Kinder überzeugt unter anderem der Cybex Solution Z I-Fix (4 bis 12 Jahre) für 210 Euro. Schlusslicht im Kandidatenfeld ist der mit 75 Euro billigste Sitz, der „Osann Flux Plus“, mit der Wertung „ausreichend“. Der mitwachsende Sitz für Kinder zwischen einem und 12 Jahren ist zwar frei von Schadstoffen, zeigt aber Schwächen bei der Bedienung und in der Sicherheit.

Besonderes Augenmerk richteten die Tester in diesem Jahr auf leicht transportable Sitze wie sie sich etwa für Carsharing-Nutzer eignen. Die beiden geprüften zusammenklappbaren Sitze, der „Chicco Fold & Go i-Size” und der „MifoldHifold Fit and Fold Booster” (je 200 Euro) sind für Kinder ab etwa vier Jahren geeignet und erreichen die Note „befriedigend“.

Testnote allein kein Kaufkriterium

Die Testnote allein ist laut dem Automobilclub kein Kaufkriterium. Eltern sollten vielmehr berücksichtigen, dass nicht jeder Kindersitz gleich gut in jedes Auto oder zu jedem Kind passt. Vor dem Kauf ist daher ein ausgiebiger Praxistest mit dem eigenen Fahrzeug und dem eigenen Nachwuchs angesagt.

Denn der richtige Einbau ist wichtig, damit der Sitz das Kind bei einem Unfall bestmöglich schützen kann: Die Gurte müssen straff angezogen und Jacken unter dem Beckengurt herausgezogen werden, damit der Gurt möglichst nahe am Körper anliegt. Außerdem müssen Gurte und Rückenstütze regelmäßig an die Größe des Kindes angepasst werden.

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