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ADAC: „Reden“ hilft der Sicherheit

| Autor / Redakteur: sp-x/vh / Viktoria Hahn

Die ersten kommunikativ vernetzten Autos sind bereits auf der Straße. Der ADAC hält die „Car-to-X“-Technik aus Sicht der Verkehrssicherheit für sinnvoll – nennt sie sogar einen „Meilenstein in der Unfallvermeidung“.

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Mithilfe der neuen „Car-2X“-Technik kann das Auto andere Verkehrsteilnehmer in der Umgebung per Funk auf Gefahrensituationen hinweisen.
Mithilfe der neuen „Car-2X“-Technik kann das Auto andere Verkehrsteilnehmer in der Umgebung per Funk auf Gefahrensituationen hinweisen.
(Bild: ADAC/Ralph Wagner)

Die Vernetzung von Autos untereinander kann bei der Unfallvermeidung helfen. Das ist das Ergebnis eines Tests der sogenannten „Car-to-X“-Technik (C2X) durch den ADAC. Warnungen erfolgten rechtzeitig und zuverlässig, so dass Unfälle wirklich vermieden werden könnten, so die Experten. Getestet wurde die Infrastruktur-Kommunikation beispielhaft am VW Golf, der sich in der neuen Generation auf WLAN-Basis (P-WLAN) mit anderen entsprechend ausgerüsteten Fahrzeugen („Car-to-Car“) sowie Ampeln und anderen Infrastrukturkomponenten vernetzt. Die im Golf 8 serienmäßig verbaute Technik funktioniert durch diese spezielle Form des WLANs auch in Mobilfunklöchern.

Bei den ADAC-Versuchen warnte das System im Golf 8 andere Fahrzeuge vor einem am Straßenrand stehenden Pannenauto bereits hunderte Meter vor Erreichen des Hindernisses akustisch und optisch. In mehreren Stufen steigerte sich das Signal. Das entspricht, auf eine realistische Situation übertragen, etwa dem Erreichen eines Stau-Endes, einer Unfall- oder Baustelle.

Bei den Versuchen warnte das System im Golf 8 andere Fahrzeuge vor einem am Straßenrand stehenden Pannenauto.
Bei den Versuchen warnte das System im Golf 8 andere Fahrzeuge vor einem am Straßenrand stehenden Pannenauto.
(Bild: ADAC/Ralph Wagner)

Die Technologie wurde herstellerübergreifend entwickelt und bereits in verschiedenen Feldversuchen in mehreren deutschen Städten getestet. Denkbar sind auch andere Übertragungswege. Wettbewerber setzen teilweise auf Mobilfunk-Basis.

Erst bei einer gewissen Durchdringung der Fahrzeugflotte werde jedoch ein spürbarer Effekt für die Verkehrssicherheit eintreten, so der ADAC. Bislang fehle es aber beiden Ansätzen noch an der nötigen Verbreitung auf den Straßen.

Doch auch kurzfristig sieht der ADAC einen Sicherheitsgewinn, vor allem bei einem Einsatz in Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen, wenn diese mittels C2X beispielsweise den Querverkehr an Ampelkreuzungen warnen. Zukünftig kann die Technik aber auch Fußgänger und Radfahrer schützen, wenn diese mit entsprechenden Endgeräten ausgestattet sind.

Der ADAC hält eine schnelle Verbreitung aus Gründen der Verkehrssicherheit für wünschenswert und spricht sich für einen einheitlichen Technikstandard aus.

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