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„ADAC Truckservice“ steigt in Unfallschadenmanagement für Nutzfahrzeuge ein

Autor / Redakteur: Holger Schweitzer / Dr. Holger Schweitzer

Der „ADAC Truckservice“ baut sein Leistungsportfolio aus und steigt in das Management von Unfallschäden bei Nutzfahrzeugen ein. Dafür schloss das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit der Sachverständigen-Zentrale für Unfallschadenermittlung (SZU).

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Die ADAC Truckservice GmbH bietet ihren Kunden ab Herbst auch ein Nfz-Schadenmanagement an.
Die ADAC Truckservice GmbH bietet ihren Kunden ab Herbst auch ein Nfz-Schadenmanagement an.
(Bild: ADAC Truckservice)

Nicht nur Privatkunden mit Pkw, sondern auch gewerbliche Trucker rufen bei einer Panne den ADAC – genauer gesagt: die ADAC Truckservice GmbH. Das Unternehmen will künftig seinen Kunden mehr bieten und erweitert daher sein Angebotsportfolio um Services im Unfallschadenmanagement. Laut eigenen Angaben schloss der Nfz-Mobilitätsdienstleister hierfür Ende Juli eine strategische Partnerschaft mit der Sachverständigen-Zentrale für Unfallschadenermittlung. Die ersten Angebote für Lkw-Flottenbetreiber, Nutzfahrzeughersteller und -vermieter sollen dem ADAC zufolge ab Herbst auf den Markt kommen.

Die Waldkraiburger SZU erstellt seit dem Jahr 2000 Schadensgutachten für private und gewerbliche Kunden sowohl in Kooperation mit Versicherungen als auch versicherungsunabhängig. Zudem kümmern sich die SZU-Experten darum, Schäden an Pkws und Nutzfahrzeugen aller Art abzuwickeln sowie den Wert von Leasingrückläufern zu ermitteln. Rund 400 Sachverständige beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben europaweit, zum Beispiel in Niederlassungen in Tschechien, Polen, Österreich, Slowenien, Mazedonien und Kroatien.

Seit Juli 2020 Partner in Sachen Unfallschadenmanagement (v. l.): Dirk Fröhlich, Geschäftsführer der ADAC Truckservice GmbH, und Hans Köck, Geschäftsführer der Sachverständigen-Zentrale für Unfallschadenermittlung.
Seit Juli 2020 Partner in Sachen Unfallschadenmanagement (v. l.): Dirk Fröhlich, Geschäftsführer der ADAC Truckservice GmbH, und Hans Köck, Geschäftsführer der Sachverständigen-Zentrale für Unfallschadenermittlung.
(Bild: SZU)

Neutraler und transparenter Service

Wie Dirk Fröhlich, Geschäftsführer des „ADAC Truckservice“, erklärt, habe man sich zu diesem Schritt entschieden, da es aktuell kein unabhängiges Unfallschadenmanagement für Nutzfahrzeuge gebe. Das führe häufig zu vermeidbaren Abschleppungen und lasse regelmäßig die Schadenkosten nach oben schnellen. „Durch die Kooperation mit der SZU verfolgen wir das Ziel, ein europaweit flächendeckendes neutrales Unfallschadenmanagement für Nutzfahrzeuge auf der Basis transparenter Standards zu etablieren“, so Fröhlich. Die ADAC Truckservice GmbH könne auf ein Werkstattnetz von mehr als 800 Standorten und über 3000 Pannenhelfern in Deutschland sowie einem Netzwerk von über 40.000 Vertragswerkstätten in Europa zurückgreifen.

Fröhlich hebt zudem hervor, dass es sich beim Nutzfahrzeugschadenmanagement in der Praxis um einen aufwändigen und nicht selten intransparenten Prozess handle, bei dem vom Abschlepper über die Werkstatt und den Gutachter bis hin zur eigenen Schadenabteilung und zu Rechtsanwälten bis zu fünf verschiedene Akteure an einer Unfallbearbeitung beteiligt sein können. Mit dem neuen Service wollen SZU und ADAC den Prozess einfacher gestalten.

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