AEC baut Dodge/Ram-Händlernetz aus

Autor: Jens Rehberg

Bereits seit 2011 fungiert der kanadische Dienstleister AEC von München aus als europäischer Dodge- und Ram-Importeur. Mit einem neuen Händlervertrag hat er das noch überschaubare Geschäft in Deutschland auf eine professionellere Schiene gesetzt.

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Die deutschen Dodge- und Ram-Partner haben in diesem Jahr immerhin schon mehr Neufahrzeuge abgesetzt als zum Beispiel die Infiniti-Händler (Letztere: 1-10/2018 – 710 Einheiten).
Die deutschen Dodge- und Ram-Partner haben in diesem Jahr immerhin schon mehr Neufahrzeuge abgesetzt als zum Beispiel die Infiniti-Händler (Letztere: 1-10/2018 – 710 Einheiten).
(Bild: (c)2017 Sacharow Sergey Photographer)

Der europäische Dodge- und Ram-Importeur AEC mit Sitz in München hat in der vergangenen Woche in Fulda den offiziellen Startschuss für sein neu strukturiertes deutsches Händlernetz gegeben. Bislang haben seit der Kündigung der alten Vereinbarung Mitte letzten Jahres 19 Partner hierzulande einen neuen Händlervertrag erhalten. Im Gegensatz zu früher kann AEC, die bereits seit 2011 den Europaimport der beiden US-Fabrikate für FCA übernimmt, jetzt selber Partner einsetzen und vertraglich Standards festlegen.

„Vor 2017 gab es überhaupt keine Standards“, erläuterte Händlernetzentwicklerin Natalie Gitter im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Die Regelungen des neuen Vertrags lehnen sich stark an den Jeep-Händlervertrag an. Allerdings wird dem noch überschaubaren Verkaufsvolumen insofern Rechnung getragen, als zum Beispiel die Installation einiger CI-Elemente für die Händler optional ist. Andere Elemente sind deutlich kleiner dimensioniert als bei den Jeep-Partnern. Die Servicestandards für die Dodge/Ram-Werkstätten seien jedoch mit denen der Jeep-Partner vergleichbar. „Es gibt ja nicht so viele autorisierte Servicebetriebe, außerdem haben wir mittlerweile einen nicht unbedeutenden Fahrzeugbestand“, so Gitter.

Auf der Händlertagung in Fulda waren auch noch rund 30 vorwiegend an Jeep gebundene Händler anwesend, die noch keinen Dodge/Ram-Vertrag haben, aber eine Erweiterung ihres Markenportfolios in Betracht ziehen. Bundesweit sucht AEC aktuell noch sechs bis acht A- sowie einige weitere B-Händler, um ihr Netz in Deutschland zu komplettieren.

Im Rahmen der Veranstaltung konnten sich Partner und Interessenten über die derzeit verfügbaren Produkte, Dienstleistungen und Kooperationen des Importeurs informieren. In Europa bietet AEC derzeit die Dodge-Modelle Charger, Challenger und Durango sowie den Ram 1500 an. Die Partner werden zudem mit Mopar-Teilen direkt vom Hersteller beliefert. Die Fahrzeuge werden im Antwerpener Hafen in werksähnlichen Verfahren – den Richtlinien der einzelnen Länder entsprechend – für die Bedürfnisse des europäischen Marktes umgerüstet und mit einer Hohlraumkonservierung sowie Unterbodenschutz versehen. Ram-Trucks erhalten zusätzlich eine Anhängerkupplung.

Auf Wunsch bietet AEC den Einbau einer LPG-Anlage an. Seinen Partnern bietet der Importeur zudem eine flexible Finanzierung mit der Santander Consumer Bank sowie Garantieverlängerungen und Trainings im Aftersalesbereich, eine zentrale Teilebelieferung sowie die Rückrufverwaltung.

2017 vermarkteten die deutschen Partner rund 700 Dodge- und Ram-Einheiten. In diesem Jahr waren es bis einschließlich Oktober bislang 800 Neuwagen. Die Fahrzeuge bringt AEC über das Einzelgenehmigungsverfahren im Herstellerauftrag nach Europa.

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Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«