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Aiways präsentiert U6 in China

Autor: Andreas Grimm

Während in Deutschland langsam der Vertrieb des Elektro-SUV anläuft, sorgt das chinesische Start-up in seiner Heimat für Nachschub. Das zweite Modell scheint sich Richtung Serienreife zu entwickeln. Die Zielgruppe dürfte sich mit dem U6 erweitern.

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Der U6 als Crossover soll als zweites Aiways-Modell möglicherweise schon kommendes Jahr in Europa verfügbar sein.
Der U6 als Crossover soll als zweites Aiways-Modell möglicherweise schon kommendes Jahr in Europa verfügbar sein.
(Bild: Aiways)

Die Verwerfungen durch die Corona-Pandemie haben nicht zuletzt die Zeitpläne des E-Auto-Start-ups Aiways kräftig durcheinander geschüttelt. Vor Kurzem hat nun in Deutschland der Vorverkauf des ersten Modells, des E-SUV Aiways U5, begonnen. Kurz zuvor hatte der junge Autobauer auf der Automesse in Chengdu bekräftigt, dass weitere Modelle kommen sollen. In China zeigte Aiways erstmals das Crossover-Modell U6 Ion, das ursprünglich im März in Genf hätte stehen sollen.

Bereits zuvor hatte Aiways mit Zeichnungen und Computer-Animationen auf das zweite Modell hingewiesen. In Chengdu stand das Fahrzeug nun erstmals „aus Metall“, wie es in einer Mitteilung des europäischen Ablegers heißt. Die seriennahe Studie U6 Ion zeige die „aufregende Zukunft der Marke“. Nach bisherigen Plänen soll das sportliche Modell ab 2021 ebenfalls im Direktvertrieb erhältlich sein.

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Anders als der als klassisches SUV konzipierte U5 soll der künftige U6 mit seinem sportlichen Charakter eher die jung gebliebenen Käufer ansprechen. Als Zielgruppe definiert der Autobauer Menschen, „die von neuen Technologien fasziniert sind und führend auf dem Weg zur Elektromobilität sein wollen“. Aufgebaut ist das Auto auf der gleichen Plattform wie der U5, der „More Adaptable Structure (MAS)“.

Das in China gezeigte Modell verfügt nach Unternehmensangaben über verfügt über 21-Zoll-Sporträder, eine Dachschräge im Fastback-Stil und einen zweifarbigen Spoiler. Großen Wert hatten die Entwickler auf die Aerodynamik und einen geringen Luftwiderstand gelegt. Den aktuellen Cw-Wert verriet die Pressestelle in diesem Zusammenhang allerdings nicht. Im März war bei der ersten Ankündigung der Studie von einem Luftwiderstandsbeiwerts von 0,27 die Rede gewesen.

Im Innenraum hat sich Aiways scheinbar bei Skoda umgesehen und will mit „unerwarteten Stauräumen“ punkten. Das Sportlenkrad ist nahezu quadratisch geformt, die integrierten Sportsitze werden durch rennsportartige Laschen-Türgriffe ergänzt. Im Armaturenbrett sitzt ein 14,6 Zoll großer Touchscreen für die verschiedenen Multimedia-Angebote. Eine Steuerung der vielen Funktionen soll zudem eine erweiterte Spracherkennung ermöglichen.

Den Angaben zufolge soll der U6 eine Reichweite von über 500 Kilometern erreichen. Auch für die Stufe 3+ des autonomen Fahrens soll das Auto beim Marktstart vorbereitet sein.

U5 kommt langsam an den Start

Bis es soweit ist, soll nach den Vorstellungen von Aiways zunächst das SUV U5 in Europa für Furore sorgen. Der Importeur registriert nach eigenen Angaben eine hohe Nachfrage, weswegen man mit dem Vertriebspartner Euronics entschieden habe, eine Vorverkaufstour zu starten. Diese Roadshow rollt noch bis zum 18. September durch Deutschland. Knapp 50 Euronics-XXL-Märkte sind inzwischen als Stützpunkthändler in Deutschland ausgewiesen. Die ersten Einheiten des U5 will Euronics laut der Webseite im Oktober 2020 an die Kunden ausliefern.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«