Alfa Romeo plant sportlich und global

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Die italienische Traditionsmarke will wieder durchstarten. Die Expansion in die USA und zahlreiche neue Modelle sollen Alfa Romeo wieder zu altem Glanz verhelfen. Blicken Sie mit uns in die Zukunft.

Firmen zum Thema

Der Alfa Romeo 4c steht sinnbildlich für die Zukunft der Marke.
Der Alfa Romeo 4c steht sinnbildlich für die Zukunft der Marke.
( Archiv: Vogel Business Media )

Alfa Romeo hat eine große Vergangenheit. Und möglicherweise eine große Zukunft. Denn aus der eher traurigen Gegenwart heraus will die italienische Traditionsmarke nun wieder durchstarten. Die Expansion in die USA und zahlreiche neue Modelle sollen dem Scudetto wieder zu altem Glanz verhelfen. Auf dem Genfer Salon hat die Studie eines neuen Sportwagens schon einmal eindrucksvoll angedeutet, wohin der Weg gehen soll.

Bereits 2012 soll die Serienversion des Alfa 4C auf die Straße rollen. Wenn man der aufsehenerregenden Studie trauen kann, nehmen die Italiener wieder einen echten Sportler ins Programm. Der Neue setzt ganz in der Markentradition auf Karbon-Leichtbau, kräftige Motoren und eine betörende Optik. Bei vier Metern Länge wiegt die Studie nur 850 Kilogramm, so dass der avisierte Vierzylinder-Turbobenziner mit rund 200 PS kaum Arbeit mit dem über die Hinterachse angetriebenen Zweisitzer haben dürfte. Als Preis nennt der Hersteller rund 45.000 Euro.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 10 Bildern

Von dem neuen Pulsbeschleuniger soll es neben der Coupé-Version auch einen Roadster geben. Der stünde dann in der Tradition des Klassikers Duetto, nur eben deutlich sportlicher, als es der Traditionsschönling je war. Das dynamische Duo ist dann eine Ergänzung zu den aktuellen Modelle Brera und Spider, die weniger klassische Sportwagen als reisetaugliche Gran Turismos sind.

Viel Fiat unter der Haube

Frisches Blut ist für die Marke bitter nötig. Spätestens seit der Übernahme durch Fiat im Jahr 1986, kriselt es bei Alfa. Die Kostenoptimierer des Konzerns ließen – wie so häufig in solchen Fällen - die glorreiche DNA der Marke links liegen: Statt sportlich über die Hinterachse wurden die neuen Modelle wie jeder gewöhnliche Fiat über die Vorderräder angetrieben und unter der Haube beider Konzerngeschwister arbeiteten auch noch teilweise dieselben Motoren.

Zwar erfolgte 1997 mit dem von Walter de Silva gestalteten Alfa 156 ein Neustart in alter Tradition, wirklich ausschöpfen konnte die Marke ihr Potential aber nicht. Als überzeugendes Kaufargument blieb fast nur noch das unverändert schicke Design.

Gutes Aussehen soll auch weiterhin zu den Markenmerkmalen gehören. Und durch die Kooperation mit Chrysler gibt es nun wieder mittelfristig einen günstigen Zugang auf den US-Markt. Für 2012 ist der Markteintritt geplant, 2014 will die Marke ihre gesamte Palette über Händler von Maserati und Chrysler anbieten. So soll der Absatz von zuletzt nicht mal mehr 100.000 Autos im Jahr wieder auf deutlich über 300.000 Fahrzeuge steigen.

Auf Seite 2: Ausbau der Modellpalette

(ID:372516)