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Alfa- und Jeep-Händler wollen eine Vertretung für alle FCA-Partner

| Autor: Jens Rehberg

Mit der stark angewachsenen Bedeutung des Jeep-Händlernetzes stellt sich immer drängender die Frage nach einer gemeinsamen Interessenvertretung für alle FCA-Partner. Verbandschef Peter Jakob hat sich klar für eine Fusion mit dem Fiat-Händlerverband ausgesprochen.

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Verbands-Chef Peter Jakob geht in seine letzte Amtsperiode.
Verbands-Chef Peter Jakob geht in seine letzte Amtsperiode.
(Bild: Alfa-Romeo- und Jeep-Händlerverband)

Die deutschen Alfa- und Jeep-Händler streben eine gemeinsame Interessenvertretung aller FCA-Partner an. Laut einer Mitteilung vom Samstag anlässlich der jüngsten Mitgliederversammlung befindet sich der Verband bereits in intensiven Gesprächen mit dem Fiat-Händlerverband. „Sollte das gelingen, gehe ich als Präsident in den Ruhestand", wird Händlerverbandschef Peter Jakob in der Presseerklärung zitiert. Erst vor zwei Jahren hatte sich der damalige Jeep-Händlerverband für Alfa-Romeo-Partner geöffnet.

Wie Verbandsvorstand Adrian Glöckner auf Anfrage ergänzte, ist allerdings nicht mit einem kurzfristigen Zusammenschluss zu rechnen. „Wir gehen davon aus, dass wir das innerhalb der kommenden drei Jahre umsetzen können“, sagte der Händler im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Die Stimmung auf der Verbandstagung sei gut gewesen. Dafür sorgte offenbar nicht zuletzt die derzeit gute Zusammenarbeit mit dem Importeur. Besonders angetan hatten sich die Händler beim offenen Austausch mit Maria Grazia Davino gezeigt, die FCA Deutschland seit April leitet. „Bei ihr haben wir das Gefühl, dass sie verstanden hat, was wir unter einem respektvollen Umgang miteinander verstehen“, so Glöckner. „Frau Davino hört uns nicht nur zu, sondern geht danach auch in die Umsetzung.“

Der neue Verbands-Vorstand (v. li., ohne Thomas Kummich): Benjamin Jakob, Thomas Gauch, Adrian Glöckner und Peter Jakob haben FCA-Deutschland-Chefin Maria Grazia Davino zum Fotoshooting mitgenommen. Zum Vergrößern bitte klicken.
Der neue Verbands-Vorstand (v. li., ohne Thomas Kummich): Benjamin Jakob, Thomas Gauch, Adrian Glöckner und Peter Jakob haben FCA-Deutschland-Chefin Maria Grazia Davino zum Fotoshooting mitgenommen. Zum Vergrößern bitte klicken.
(Bild: Alfa-Romeo- und Jeep-Händlerverband)

Diskutiert wurde auf der Tagung im hessischen Hofbieber unter anderem über Absatzziele, Restwert-Absicherung im Leasing, ein verbessertes Margensystem, neue Produkte, Garantie und Kulanz sowie die Reduzierung der taktischen Zulassungsaktivitäten des Importeurs. Grundsätzlich läuft es aber derzeit rund für die Jeep-Partner – auch deshalb, weil es keine Verfügbarkeitsprobleme aufgrund der WLTP-Umstellung gibt.

Der Verbandsvorstand vertritt die Interessen seiner Mitglieder künftig in etwas veränderter Zusammensetzung: Ein letztes Mal wurde Peter Jakob in seinem Amt als Vorstandsvorsitzender bestätigt. Erstmals in das Gremium gewählt wurde sein Sohn Benjamin Jakob. Weiterhin im Vorstand aktiv sind Adrian Glöckner, Thomas Gauch und Thomas Kummich. Ausgeschieden sind Bernd Wiesemes, der 20 Jahre lang in dem Gremium aktiv war und zuletzt den Arbeitskreis Aftersales leitete sowie Martin Lauer, der nach sechs Jahren seinen Posten räumt. Lauer stand dem Banken-Arbeitskreis vor.

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Über den Autor

 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«