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Alpine Vision: Ausblick auf eine Rückkehr

| Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Renault lässt seine Sportwagen-Marke Alpine wiederauferstehen. In Genf gibt es ein seriennahes Modell zu sehen. Es knüpft an eine große Tradition an – und soll Vater einer ganzen Familie werden.

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Ein neuer Alpine kommt 2017. Auf dem Genfer Salon 2016 gibt es einen ersten Ausblick.
Ein neuer Alpine kommt 2017. Auf dem Genfer Salon 2016 gibt es einen ersten Ausblick.
(Foto: Renault)

Renault gibt den ersten konkreten Ausblick auf seinen kommenden Sportwagen. Die seriennahe Studie „Alpine Vision“ zeigt sich auf dem Genfer Salon (3. bis 13. März) erstmals der Öffentlichkeit. Das fertige Auto soll 2017 auf den Markt kommen und das erste Modell einer ganzen Alpine-Familie werden.

Optisch orientiert sich der nun kurz vor der Messe erstmals gezeigte Zweisitzer klar am Klassiker A110 aus den 60er-Jahren. Übernommen wurden vor allem die fließende Silhouette und die runde Front mit ihren vier Leuchten. Beide Fußpedale wie auch die Fußstütze sind mit drei Dreiecken verziert, die an die siegreich erklommenen Alpengipfel erinnern. Und die vorderen Kotflügel und Seitenteile ziert lediglich das Alpine-Logo: ein A mit stilisierter Pfeilspitze. Einen Hinweis auf Renault findet sich nicht - kein Versehen: Renault-Chef Carlos Ghosn will aus Alpine eine eigenständige Marke machen. Und die soll auch weitere Modelle haben wie SUV oder Cabrios.

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Stilelemente aus der „sehr, sehr seriennahen” (Ghosn) Vision werden sich aber in allen Alpine wiederfinden: Die lang gezogenen Rückleuchten in Form eines X etwa – und ähnlich wie bei neueren Audi auch Blinker mit laufenden Lichtbändern. Die Form des Heckfensters mit freiem Blick auf den Heck-Mittelmotor wird aber sicher dem Coupé als Anklang an das klassische Modell A110 vorbehalten bleiben.

Im Inneren geht es übrigens bei allen klassischen Zitaten auch hochmodern zu: Der Fahrer schaut auf ein Instrumentenpanel mit individuell anpassbarem TFT-Bildschirm unter einer Kohlefaserblende. Es geht eben nicht nur um Design und schöne Worte. Soll die alpine Renaissance gelingen, müssen vor allem die Fakten stimmen. Und auch die sollen fast nahtlos den Anschluss an die goldene Zeit des Alpine schaffen. Das Besondere an dem spartanischen Renner war ja der konsequente Leichtbau mit einer Karosserie aus Fieberglas.

Die 750 Kilo Federgewicht eines A110 erreicht der neue Vision natürlich auch nicht mehr. Das könnten wohl nur superteure Carbon- und Leichtmetallorgien erzielen. Damit aber wäre ein Preis in der 40.000-Euro-Region nie zu erreichen, der als Einstieg im Gespräch ist. Zudem verhindern auch die gestiegenen Sicherheitsanforderungen derart niedrige Kampfgewichte. Zwar lässt Ghosn noch keine Angaben zur Leistung des Vierzylinder-Turbobenziners heraus. Es ist aber im Umfeld zu hören, dass 270 bis 300 PS mit den etwa 1.100 Kilo leichtes Spiel haben könnten. 4,5 Sekunden von Null auf 100 km/h hat der Konzernchef zumindest schon mal versprochen.

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