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Alternative Antriebe: Der E-Bus kommt

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Der Elektroantrieb eignet sich am besten für den Stadtverkehr – das haben nun auch die Bushersteller erkannt. Doch die Betreiber müssen nicht zwangsläufig in teure Neufahrzeuge investieren. Auch eine Nachrüstung ist möglich.

Batterien im Heck und auf dem Dach und ein großes Kühlsystem: So sieht der neue E-Citaro unter dem Blech aus.
Batterien im Heck und auf dem Dach und ein großes Kühlsystem: So sieht der neue E-Citaro unter dem Blech aus.
(Bild: Daimler AG)

Der Elektroantrieb im Stadtbus ist zwar nichts grundlegend Neues. Aber angesichts der Vielzahl von seriennahen oder serienreifen Busmodellen mit Elektromotor, die auf der IAA Nutzfahrzeuge im September in Hannover zu sehen war, kann man mit Bestimmtheit sagen: Der Startschuss für die Elektrifizierung des Omnibusverkehrs ist gefallen. Höchste Zeit, denn der E-Antrieb spielt gerade im Stadtverkehr seine Trümpfe aus: keine lokalen Emissionen, kaum Antriebsgeräusche. Und sein größter Nachteil, die begrenzte Reichweite, fällt dort weniger ins Gewicht.

Von Mercedes-Benz und MAN aus Deutschland über die europäischen Wettbewerber Volvo und Iveco Bus bis hin zu türkischen und chinesischen Anbietern: Fast jeder Bushersteller hatte eine E-Variante am Stand. Beispiel Daimler: Mit dem E-Citaro steigt der deutsche Marktführer 2018 in die Serienproduktion ein. In Ludwigshafen und Hamburg sollen noch in diesem Jahr die ersten Fahrzeuge auf die Straße kommen. Mit den Berliner Verkehrsbetrieben steht der dritte Kunde bereits fest.