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Alternative Vertriebskonzepte: Weniger Druck im Kessel

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Die Düsseldorfer Moll-Gruppe betreibt den deutschlandweit ersten Polestar-Space. Für Geschäftsführer Timm Moll gab es gleich mehrere Gründe, in die Performance-Elektromarke zu investieren – obwohl diese auf einen digitalen Direktvertrieb setzt.

Speziell nachts ist der Düsseldorfer Polestar-Space ein Hingucker.
Speziell nachts ist der Düsseldorfer Polestar-Space ein Hingucker.
(Bild: Marco Rothbrust)

Ein VW-Autohaus, das 50 Meter von der Düsseldorfer Kö-Allee entfernt ist: Was nach einer Traumlage klingt, entwickelte sich im Lauf der Jahre für die Düsseldorfer Moll-Gruppe zum logistischen Alptraum. Die Werkstatt im Keller, die Kundenannahme im Souterrain, der Showroom viel zu beengt. Schon vor vier Jahren hatte Geschäftsführer Timm Moll aus diesem Grund einen Millionenbetrag in die Hand genommen und den Vollfunktionsbetrieb in einen Mehrmarken-Flagship-Store umgewandelt: Die Autohausgruppe nutzte die 1-A-Innenstadtlage, um die neuesten Fahrzeugmodelle ihrer vertretenen Marken in Szene zu setzen und Accessoires der Premiumfabrikate Aston Martin, Jaguar Land Rover, Lamborghini und McLaren zu präsentieren. Darüber hinaus diente der Showroom dem Familienunternehmen als Eventlocation.

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Jetzt ist auch damit Schluss. Seit Mitte August beherbergt der 350 Quadratmeter große Showroom exklusiv die Performance-Elektromarke Polestar: Deutschlandweit ist die Moll-Gruppe der erste Betreiber eines Polestar-Spaces – so nennt sich das neuartige Showroom-Konzept des Volvo/Geely-Tochterunternehmens. Sechs weitere Stores sollen bis Ende 2020 in den Metropolen folgen. Unnötiges Chichi sucht man vergeblich: Grau ist die dominierende Farbe, Edelstahl das dominierende Material. Das Innenraumdesign ist passend zu den Fahrzeugen konsequent minimalistisch. Ziel ist es, dass sich die Kunden einzig auf die beiden Polestar-Modelle Polestar 1 und Polestar 2 konzentrieren, die unter riesigen LED-Paneelen ins richtige Licht gerückt werden. Parkplätze sind dank des angeschlossenen Parkhauses mit 750 Stellplätzen, das der Moll-Gruppe gehört, im Düsseldorfer Polestar-Space kein Thema. Gleiches gilt für das Laden der Elektrofahrzeuge: Neben vier frei zugänglichen Ladesäulen gibt es zwei, die für Polestar reserviert sind.