Teilehandel Amazon kann nur „einfach“

Autor: Jan Rosenow

Immer häufiger stellen Autofahrer Kanister mit Amazon-Logo auf die Theke. Doch daraus abzuleiten, dass der E-Commerce-Gigant nun den Kfz-Ersatzteilmarkt erobert, wäre falsch. Denn das scheinbar allmächtige Unternehmen tut sich verblüffend schwer in der komplexen Kfz-Ersatzteilwelt.

(Bild: Peter Steffen/dpa)

Kaum ein Unternehmen interessiert – und polarisiert – die Öffentlichkeit so wie der US-amerikanische E-Commerce-Gigant Amazon. Und so ist es auch ein viel größeres Thema in der Kfz-Branche, dass das Unternehmen seit einiger Zeit ein eigenes Motoröl unter seiner Marke Amazon Basics anbietet, als wenn beispielsweise Obi oder Norma etwas Vergleichbares tun.

Doch ist das gerechtfertigt? Motoröl im Internet oder im Baumarkt zu kaufen und mit in die Werkstatt zu bringen, ist mittlerweile für viele Kunden normal geworden – zulasten der Werkstätten. Da macht ein weiterer Anbieter „das Kraut nicht fett“, wie man so sagt. Und gleichzeitig könnte die große Aufmerksamkeit auf das Endkundenangebot von Amazon den Blick darauf trüben, was der Handelskonzern auf dem B2B-Markt tut. Denn mit Amazon Business macht sich der Anbieter längst auch an Firmenkunden heran – vom Friseursalon über mittelständische Betriebe bis hin zu Industriekonzernen. Und wird dadurch zum Konkurrenten des klassischen Teilegroßhandels.

Über den Autor

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Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group