AMI verbucht zum Auftakt Besucherrückgang

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Der Besucherzuspruch für die AMI/Amitec am ersten Wochenende ist im Vergleich zur Messe vor zwei Jahren um 4.000 Gäste geschrumpft. Die Veranstalter sprechen dennoch von einem Erfolg.

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Die AMI ist in Leipzig mit einem leichten Besucherrückgang gestartet.
Die AMI ist in Leipzig mit einem leichten Besucherrückgang gestartet.
(Foto: Messe Leipzig)

Die Messe Auto Mobil International (AMI) ist mit einem Besucherrückgang gestartet. Wie die Leipziger Messegesellschaft am Sonntagabend mitteilte, wurden am ersten Wochenende 86.000 Besucher gezählt. Vor zwei Jahren hatten noch über 90.000 Besucher den Weg auf das Messegelände im Norden Leipzigs gefunden.

Ein Erklärungsansatz für den Besucherrückgang sind die fehlenden bedeutenden Premieren. Zwar spricht die Messe von „mehr als 50 Welt-, Europa- und Deutschlandpremieren der nationalen und internationalen Hersteller“, doch stecken dahinter überwiegend Facelifts, Überarbeitungen, Sonder- und Nischenmodelle. Als Weltpremiere stellte sich etwa der allradangetriebene Volvo V60 Plug-in-Hybrid vor, das Beetle Cabriolet Karmann, der Audi S7 Sportback oder der Nissan Leaf in der Sportversion Nismo.

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Die größeren Enthüllungen der vergangenen Wochen, der Nissan Pulsar oder auch die Premiere des C-Klasse-T-Modells von Mercedes, fanden nicht auf der AMI statt. Dazu fehlten mit den Marken des Fiat-Konzerns, mit Renault, Toyota und Mazda einige wesentliche Importmarken als Aussteller in Leipzig. Auch das durch den Feiertag am Donnerstag für viele Menschen verlängerte Wochenende mag zu dem ruhigeren Start beigetragen haben.

Abseits publikumsträchtiger Premieren hat die AMI für die Besucher dennoch einiges zu bieten. Bereits zum zehnten Mal findet in Leipzig die AMI-Spritsparstunde statt, an der elf Marken teilnehmen. Die Teilnehmer lernen, wie sie das Potenzial effizienter Neufahrzeuge ausnutzen und damit Geldbeutel und Umwelt entlasten können. Auch der Offroad-Parcours auf dem Messegelände kommt bei den Besuchern wieder gut an – dieses Mal ist das Qualifikationscamp für die „Land-Rover-Experience-Tour“ angedockt. Weitere Themen sind Informationen rund um die Berufe im Kfz-Gewerbe, die die Verbände ZDK, VDIK und VDA in der Sonderschau „Auto-Berufe – mach deinen Weg“ geben. Dazu kommt eine Reihe von Branchenvorträgen und Fachkongressen.

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Für Aufsehen sorgt die Sonderschau „Supersportwagen und Luxusautomobile“. In der Glashalle werden spektakuläre Fahrzeuge gezeigt, die kaum auf den Straßen zu sehen sind. Darunter finden sich unter anderem Modelle der Marken Aston Martin, Bentley bis hin zu Rolls-Royce oder der Viper SRT. Exklusiv zu sehen ist der 1,3 Millionen Euro teure Mansory Carbonado Apertos.

Wenig Amitec-Aussteller, keine Amicom

Den Auftakt der Amitec – Fachmesse für Wartung, Pflege und Instandsetzung von Pkw, Nutzfahrzeugen und mobilen Großgeräten aller Art – bezeichnete die Leipziger Messe ebenfalls als erfolgreich. Wie vor zwei Jahren wurden für die Teilmesse zunächst keine Zahlen ausgewiesen. Nach den Beobachtungen dieser Redaktion fanden aber nur wenige Besucher den Weg in die Halle 4 des Messegeländes, die zudem nur zu bestenfalls 50 Prozent belegt ist. Die vor einigen Jahren ins Leben gerufene Teilmesse Amicom, die vor zwei Jahren noch einen Teil der Halle 5 füllte, fand in diesem Jahr bis auf wenige in die anderen Hallen integrierte Aussteller, gar nicht mehr statt.

Während die Amitec bereits am Mittwoch, 4. Juni, endet, läuft die AMI noch bis zum 8. Juni. Für Berufstätige gibt es das Feierabendticket für 8 Euro, das ab 15:00 Uhr gilt. Eine Tageskarte kostet an den Tageskassen pro Person 12 Euro, ermäßigt 8 Euro.

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