Angriff der Elektro-Newcomer: Welche Tesla-Nachahmer in den Startlöchern stehen

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Bereits 2007 wurde der zunächst Atieva genannte Autobauer Lucid Motors gegründet, der ebenfalls mit Werk, Großinvestoren und einem eindrucksvollen E-Auto, der Luxuslimousine Air, auftrumpfen kann. Im April 2019 wurde mit dem Public Investment Fund von Saudi-Arabien eine Finanzierung über eine Milliarde Dollar beschlossen. Ende 2019 begann der Bau eines 700 Million Dollar teuren Werks in Casa Grande im US-Bundesstaat Arizona, in dem bis Mitte der 2020er-Jahre 2.000 Mitarbeiter jährlich rund 130.000 Autos produzieren sollen.

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Imposant sind auch die Eckdaten des Air, der mit seinem bis zu 1.000 PS starkem E-Antrieb über 300 km/h schafft und dank Riesen-Akku mit einer Ladung mehr als 800 Kilometer Reichweite bieten soll. Auch mit 900-Volt-Bordsystem, extrem kurzer Ladezeit, Riesendisplays im Innenraum, einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,21 und Selbstfahrfunktionen setzt der Air die Messlatte vergleichsweise hoch. Das gilt allerdings auch für den Preis, denn in den USA soll der Air zunächst mindestens 90.000 Euro kosten. Doch Lucid Motors plant deutlich günstigere Varianten des Air sowie ein SUV-Modell, wie Erlkönig-Sichtungen bereits verraten.

Rivian, Lordstown und Lucid sind nur drei eindrucksvolle Beispiele, die mit interessanten Produkten, ausgefeiltem Business-Plänen und viel Venture-Kapital die Autobranche in den nächsten Jahren kräftig durchschütteln könnten. Die Liste vielversprechender Elektroauto-Start-ups ist allerdings noch deutlich länger. Zu den bekannteren Newcomern aus den USA zählen unter anderem Fisker, Canoo, Nikola oder Karma Automotive. Einige planen Börsengänge, andere kämpfen bereits ums Überleben.

Auch in China wurden in den vergangenen Jahren eine Reihe neuer E-Auto-Marken gegründet, die zum Teil bereits durchstarten oder ebenfalls wieder vor der Pleite stehen. Dieser Tage in Deutschland angetreten ist zum Beispiel Aiways. Andere kommende Marken aus China heißen Human Horizons, Xpeng, Nio oder Byton – wobei letztgenannter zunächst große Erwartungen geweckt hat, derzeit allerdings in Problemen steckt und sich darum bemüht, sich neu aufzustellen.

Europäische Unternehmen am Start

Und auch in anderen Ländern kündigen sich gänzlich neue Player an, hinter denen finanzkräftige Investoren stecken. In Polen will das Unternehmen Electromobility Poland (EMP) ab 2023 unter der Marke Izera elektrisch angetriebene Pkw bauen und vertreiben. Ein Jahr früher will der neue Hersteller Togg in der Türkei, unterstützt mit einer milliardenschweren Finanzspritze vom türkischen Staat, in das E-Auto-Business einsteigen.

Angesichts der vielen neuen Player sowie den Elektro-Ambitionen der etablierten Hersteller dürfte der E-Automarkt in nächster Zeit besonders hart umkämpft sein. Es wird spannend, wer nach seiner Konsolidierung übrigbleiben und sich durchsetzen wird.

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