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Anstieg der Insolvenzen zum Jahresstart

Autor: Andreas Grimm

Der Start ins neue Jahr verlief für 52 Unternehmen des Kfz-Gewerbes wenig erfreulich. Ihnen war im Januar das Geld ausgegangen. Dabei hatte vor allem eine Teilbranche deutlich mehr Probleme als im Vorjahr.

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(Foto: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Das Kfz-Gewerbe ist mit einer steigenden Zahl an Insolvenzen ins Jahr 2019 gestartet. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Auswertung des Statistischen Bundesamts (Destatis) meldeten im Januar 52 Betriebe ihre Zahlungsunfähigkeit. Das waren zehn betroffene Unternehmen mehr als im Januar 2018 (+23,8 %). Betroffen von der Entwicklung waren 581 Mitarbeiter, die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger summieren sich auf 126,3 Millionen Euro.

Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft schneidet das Kfz-Gewerbe damit schlecht ab. Über alle Branchen hinweg sank die Zahl der Insolvenzen sogar um 0,4 Prozent. Allerdings kommt es auf Monatsebene immer wieder zu Ausschlägen in der Entwicklung. Im Gesamtjahr 2018 hatten sich die Kfz-Insolvenzen gegenüber 2017 um 9,2 Prozent rückläufig entwickelt.

Der aktuelle Anstieg speist sich aus beiden Bereichen, dem Kfz-Handel und dem Kfz-Service. Vor allem ist ein Anstieg aber im Handel zu verzeichnen. In diesem Bereich standen 23 Betriebe vor dem finanziellen Aus. Das waren 7 mehr als im Vorjahresmonat (+43 %). Weniger stark war der Anstieg im Kfz-Service (Pkw + Nfz). In diesem Tätigkeitsfeld mussten 16 Betriebe Insolvenz anmelden, 2 mehr als im Vorjahresmonat. Im Teilehandel verzeichneten die Statistiker wie im Vorjahr 8 Pleiten.

In finanzielle Schwierigkeiten gerieten zudem wie bereits im Januar des Vorjahres eine Lackiererei und eine Autowaschanlage sowie drei Motorradbetriebe (Januar 2018: 2).

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«