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Anteil der E-Mobile legt in vielen Märkten zu

| Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

In den größten Automärkten der Welt steigt das Interesse an E-Fahrzeugen deutlich an. Obwohl die Stückzahlen noch gering bleiben, deuten immer mehr Zeichen auf einen massiven Umbruch im Automobilbau hin.

(Bild: VW)

Die Elektrifizierung des Autos nimmt weltweit Fahrt auf, wenn auch weiterhin auf niedrigem Niveau. Die wichtigsten Märkte seien von einer „schleichenden Zunahme der Marktanteile für E-Autos geprägt“, heißt es in einer Auswertung der Marktdaten durch das Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach. Treiber der Elektromobilität bleibt mit großem Abstand China.

Im ersten Halbjahr 2017 wurden in China rund 195.000 E-Autos abgesetzt, was einer Steigerung der Verkäufe um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Der Marktanteil stieg von 1,3 auf 1,5 Prozent an den Neuzulassungen. Aus Sicht des CAM wird China mittelfristig Leitmarkt für E-Mobilität bleiben. „Insbesondere die Einführung eines Quotensystems für E-Fahrzeuge wird hierzu beitragen“, heißt es. Die Hersteller müssen eine E-Auto-Quote von 8 Prozent im Jahr 2018 und 12 Prozent im Jahr 2020 erreichen.

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Die meistverkauften E-Fahrzeugmodelle in China werden von heimischen Herstellern gebaut. Zhidou, BAIC und BYD stellen mit mehr als 10.000 Einheiten im ersten Halbjahr die Top 3. Auffällig: In den Top 20 findet sich außer Tesla kein ausländischer Hersteller.

Auch im zahlenmäßig zweitgrößten E-Automarkt, in den USA, schnellten die Zulassungen im ersten Halbjahr um 36 Prozent auf 87.000 Einheiten in die Höhe. Auf Rang drei schob sich Japan, wo sich die Nachfrage mit zuletzt 27.500 E-Autos fast verdoppelte (+88 %). Die Asiaten liegen damit knapp vor dem europäischen Elektro-Musterland Norwegen mit 22.200 Verkäufen im ersten Halbjahr (+0,5 %).

Auf Platz fünf liegt Deutschland mit 22.450 Erstzulassungen für E-Fahrzeuge im ersten Halbjahr. Der Absatz kletterte dabei um fast 115 Prozent. Das CAM führt diese Entwicklung insbesondere auf die zunehmenden Diskussionen über Fahrverbote zurück. Übrigens sind in Deutschland – anders als in anderen Elektromärkten – mehr als die Hälfte der E-Fahrzeuge Plug-in-Hybride.

Die Elektromobilität wird in den nächsten zwei bis drei Jahren aus Sicht des CAM nur leicht zulegen. Allerdings sei mit einem deutlichen Absatzplus zu Beginn der 2020er Jahre zu rechnen, wenn konkurrenzfähigere Produkte und weitere regulatorische Maßnahmen das Interesse an E-Fahrzeugen verstärken werden. „Daher dürfen die derzeit vergleichsweise geringen Marktanteile nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein massiver Umbruch der Antriebstechnologien in den nächsten 10 bis 15 Jahren bevorsteht“, so das CAM.

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