Antriebstechnik: Wien unter Hochspannung

Nach 40 Jahren war es so weit: In diesem Jahr beschäftigten sich auf dem Wiener Motorensymposium mehr Vorträge mit alternativen Antrieben als mit dem Verbrennungsmotor. Denn in gut zehn Jahren soll jedes vierte Neufahrzeug elektrisch fahren.

| Autor: Jan Rosenow

Mit 30 kW ist der neue Continental-Motor der stärkste 48-Volt-Antrieb auf dem Markt.
Mit 30 kW ist der neue Continental-Motor der stärkste 48-Volt-Antrieb auf dem Markt. (Bild: www.altrostudio.de/www.altrofoto.de)

Die Automobilindustrie hat vier Hauptaufgaben zu lösen“, sagte Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, in seinem Plenarvortrag zu Beginn des 40. Wiener Motorensymposiums (15. bis 17. Mai 2019): „Schadstoffreduktion, Klimawandel, Verkehrssicherheit und Mobilität in (großen) Städten.“ Und zählte im Weiteren gleich auf, wie sich diese Aufgaben lösen lassen. Bei der Verbesserung der Luftqualität verwies Denner auf Entwicklungserfolge hinsichtlich der Senkung von Stickoxiden und Feinstaub. Die CO2-Reduzierung ist und bleibt dagegen weiterhin eine Herausforderung. Er erwartet, dass bis 2030 jedes vierte Neufahrzeug rein elektrisch fährt. Gleichzeitig wird der Verbrennungsmotor mit milden und starken Hybriden elektrifiziert.

Otto- und Dieselmotoren übernehmen also weiterhin wichtige Aufgaben im Antriebsmix und müssen bezüglich Schadstoffausstoß und CO2-Emissionen verbessert werden. Relativ einfach ginge das mit synthetischen Kraftstoffen, die mittels erneuerbaren Energien hergestellt werden. Doch bisher erkennt die EU diesen Beitrag zur CO2-Vermeidung nicht an. „Europa vergibt eine große Chance damit, dass E-Fuels in die aktuelle CO2-Gesetzgebung noch keinen Eingang gefunden haben“, kritisiert Denner.

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