Ariel Atom IV: Puristischer Fahrspaß in der Kleinserie

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Ob von BMW, Skoda oder Mercedes, heute verkaufte Autos sind letztlich austauschbare rollende Hightech-Geräte. Wer Fahrspaß will, rüstet kräftig auf oder legt sich gleich ein Spaßgefährt zu. Neu in die engere Wahl kommt dafür die vierte Auflage des Ariel Atom.

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Außer dem Tankdeckel sowie dem Kupplungs- und Bremspedal ist alles an der vierten Generation des Ariel Atom neu.
Außer dem Tankdeckel sowie dem Kupplungs- und Bremspedal ist alles an der vierten Generation des Ariel Atom neu.
(Bild: Ariel Motors)

Die englische Sportwagenschmiede Ariel hat das Sportfahrzeug Atom neu aufgelegt. Auf den ersten Blick sieht die vierte Generation des Ariel Atom, gebaut in der englischen Grafschaft Sommerset, genauso aus wie seine Vorgänger. Ein Gitterrohrrahmen umspannt einen sehr spartanischen Innenraum, es gibt vier freistehende Räder und ein Heckmotor treibt die beiden hinteren davon an. Doch der Schein trügt: Lediglich Kupplungs- und Bremspedal sowie der Tankdeckel wurden von der dritten in die vierte Atom-Generation übernommen.

Völlig neu ist also unter anderem der Rahmen, bei dem die Rohre nun dicker und damit rund 15 Prozent steifer sind als bisher. Neu sind auch das größere Bremssystem, die Fahrwerksgeometrie mit weiterhin frei einstellbaren Bilstein-Dämpfern sowie der Motor – der stammt vom Honda Civic Type R, ist zwei Liter groß, turbogeladen und leistet 239 kW/325 PS. Das Drehmoment von 420 Newtonmeter wird über ein manuelles Sechsgang-Getriebe verteilt.

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Außerdem haben die Ingenieure die Karosserie – die nun auch optional in Kohlefaser erhältlich ist – aerodynamisch weiterentwickelt. Am auffälligsten ist der deutlich niedrigere Lufteinlass zwischen den beiden Kopfstützen, der nun auch den Überrollbügel inkludiert. Abgerundet wird die Flut an Neuerungen durch ein Dashboard mit allen nötigen Knöpfen in Griffweite des kleinen Lenkrads sowie durch neue Sitze im immerhin zwei Zentimeter breiteren Cockpit.

Gebaut wird jeder Atom übrigens immer von einem einzeln dafür zuständigen Ariel-Mitarbeiter. Das dauert mindestens 120 Stunden und geschieht nur auf Bestellung. Mit rund 40.000 Pfund (etwa 45.000 Euro) ist der Atom rund 10.000 Euro günstiger als ein alltagstauglicher Sportwagen wie etwa der neue A110 von Alpine. Dazu kommt, dass der Atom 4 erstmals über eine europäische Kleinserienzulassung verfügt, was eine teure Einzelabnahme bei einem Kfz-Sachverständigen überflüssig macht.

Ariel fällt immer wieder mit Sportflitzern auf. Neben dem Atom IV arbeitet der Sportwagen-Bauer an einem Elektroauto, das im Jahr 2020 verfügbar sein soll. Vier Elektromotoren an den Rädern sollen die Elektroflunder mit jeweils 220 kW/300 PS sowie 450 Newtonmeter Drehmoment vorantreiben. Strom liefert eine Lithium-Ionen-Batterie im Unterboden des Fahrzeugs. Hier sind zwei Akku-Varianten mit 42 oder 56 kWh Speicherkapazität geplant.

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