ASA-Verband: Die Konjunktur läuft gut

Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

„Investitionen sind auch ein Schlüssel zum Erfolg“, sagt Frank Beaujean, Präsident des Bundesverbands der Hersteller und Importeure von Automobil-Service Ausrüstungen e. V., kurz ASA. Auf der Automechanika können sich Werkstätten hierzu informieren.

Wie viel eine Werkstatt mithilfe von Werkstattausrüstungsgegenständen erwirschaftet, hat sie sprichwörtlich selbst in der Hand, ist ASA-Verbandspräsident Frank Beaujean überzeugt.
Wie viel eine Werkstatt mithilfe von Werkstattausrüstungsgegenständen erwirschaftet, hat sie sprichwörtlich selbst in der Hand, ist ASA-Verbandspräsident Frank Beaujean überzeugt.
(Bild: ASA-Verband)

Redaktion: Mit welcher Einstellung gehen Ihre Mitglieder nach Frankfurt bzw. blicken in die nahe Zukunft?

Frank Beaujean: Sie gehen mit positiven Erwartungen nach Frankfurt. Die guten Geschäfte der letzten Monate und die insgesamt gute Nachfrage nach Werkstattausrüstung und Services werden auch auf der 25. Automechanika zu spüren sein. Werkstätten und Autohäuser sind in Investitionslaune. Die Konjunktur läuft gut, die Verbraucher sind konsumfreudig. Das beflügelt indirekt auch das Geschäft unserer Mitglieder. Zudem gibt es einige technische Innovationen, die Neuinvestitionen verlangen oder sinnvoll erscheinen lassen, z. B. die Digitalisierung, die mittlerweile alle Bereiche des Werkstattalltags betrifft. Darüber hinaus gibt es auch einen gewissen Investitionsstau – das zeigen Bremsprüfstände oder Scheinwerfereinstellgeräte. Manche Betriebe haben sehr lange ihre Gerätschaften im Einsatz gehabt und müssen jetzt modernisieren, wollen sie im Wettbewerb mithalten.

Stichwort Investitionsstau Bremsprüfstände oder Scheinwerfereinstellgeräte: des einen Leid, des anderen Freud?

Die Investitionen in diese Prüfmittel haben manchen Werkstattunternehmer finanziell gefordert. Aber: Das Thema „neue Bremsprüfung“ war seit 2010 bekannt. Kfz-Betriebe hatten also rund acht bis neun Jahre Zeit, Investitionen vorzubereiten. Immerhin reden wir hier zum Teil von Prüfständen mit einer Bauartzulassung, die bis 1968 zurückreicht. Der aktuelle Bestellhype fordert auch die Werkstattausrüster und deren Kapazitäten aufs Äußerste. Der Absatz der Scheinwerfereinstellprüfgeräte ist überraschend, da es für die Geräte selbst (noch) keine neue Bauartrichtlinie gibt. Aber mit der Einführung der Kalibrierung ist die Investition in ein robustes Gerät eine kluge Investition.