ATU-Geschäftsführung erhält neuen Chef

Jörn Werner wechselt in den Aufsichtsrat

| Autor: Andreas Grimm

ATU-Chef wechselt nach geglückter Sanierung an die Spitze des Aufsichtsrats.
ATU-Chef wechselt nach geglückter Sanierung an die Spitze des Aufsichtsrats. (Bild: ATU)

Nach drei harten Sanierungsjahren zieht sich Jörn Werner aus der Geschäftsführung der Werkstattkette ATU zurück. Der 57-Jährige bleibt aber für das Unternehmen tätig und übernimmt den Vorsitz im Aufsichtsrat. Er löst in dieser Funktion Fabien Derville ab, der zugleich Vorsitzender des Verwaltungsrates des französischen ATU-Mehrheitseigentümers Mobivia ist.

Das Tagesgeschäft von ATU mit derzeit rund 600 Filialen und 10.000 Mitarbeitern verantwortet künftig Matthieu Foucart. Der 45-Jährige arbeitet zuletzt als Geschäftsführer von Norauto Frankreich. Das Unternehmen ist eine Werkstattkette wie ATU, nach eigenen Angaben ebenfalls Marktführer in diesem Segment und Teil des Mobivia-Konzerns. Seine Kernaufgabe ist nun „die Transformation von ATU von einer Werkstattkette zu einem kundenzentrierten Mobilitätsdienstleister“.

Jörn Werner stand drei Jahre an der Spitze von ATU und hatte die Führung der Werkstattkette in einer schwierigen Phase übernommen. Dem Weidener Unternehmen drohte vor der Übernahme durch Mobivia im Dezember 2016 die Insolvenz. Werner intensivierte das Onlinegeschäft, verschlankte die Strukturen in der ATU-Zentrale, handelte geringere Mieten für die Filialen aus und stellte die Weichen für ein Umsatzwachstum in den Filialen.

Neben den wirtschaftlichen Weichenstellungen managte Werner den Eigentümerwechsel von der Private-Equity-Gesellschaft Centerbridge an Mobivia. Im Februar 2018 erwarb zudem der Reifenhersteller Michelin eine Minderheitsbeteiligung von 20 Prozent an ATU.

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