Verbrennungsmotor Auch Japan sägt an der Zulassung

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Nach und nach gehen die großen Volkswirtschaften auf Distanz zum Verbrennungsmotor. Nun arbeitet auch Japan daran, den Benziner ab etwa 2035 zu verbieten. Noch ist allerdings nichts endgültig beschlossen.

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In Japan steuert die Politik auf ein Ende des Verbrenners hin.
In Japan steuert die Politik auf ein Ende des Verbrenners hin.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Japan will den Autoverkehr im eigenen Land weniger umweltschädlich machen. Das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie sei dabei, das Ziel auszuarbeiten, Mitte der 2030er Jahre keine mit Benzin betriebenen Neufahrzeuge mehr zuzulassen, berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Donnerstag. Zuletzt hatte Großbritannien den Termin für das Verbrenner-Ende auf das Jahr 2030 vorgezogen.

Japan strebt alternativ nun offiziell an, den gesamten Autoverkehr auf umweltfreundlichere Antriebssysteme wie Elektro- und Hybrid-Autos umzustellen. Die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt wolle durch klare Zielvorgaben die Führung bei der weltweiten Abschaffung von Benzinern übernehmen.

Auf Null bis 2050

Japan will seine Treibhausgasemissionen bis 2050 auf Null reduzieren. Das hatte der neue Regierungschef Yoshihide Suga kürzlich angekündigt. Die Vorgängerregierung hatte noch eine Reduzierung der Emissionen um 80 Prozent bis 2050 angestrebt.

Auf die Klimaerwärmung zu reagieren stelle kein Hindernis mehr für das Wirtschaftswachstum dar, sagte Suga. „Wir müssen unsere Einstellung ändern.“ Proaktive Maßnahmen würden Veränderungen in der Industriestruktur und der Wirtschaft herbeiführen und zu starkem Wirtschaftswachstum führen.

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