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Audi: 2018 wird „herausforderndes Jahr“

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Rückläufige Zulassungszahlen kennzeichneten die Entwicklung bei Audi in den vergangenen Monaten auf dem deutschen Markt. Deutschlandchef Martin Sander ist dennoch zufrieden und begründet dies mit anderen Kennzahlen. Doch 2018 wird für die Ingolstädter zur Herausforderung.

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(Bild: stefanboesl.de)

Audi blickt skeptisch auf die nächsten Monate: „Vor uns liegt ein sehr herausforderndes Jahr“, sagte Martin Sander, Leiter Vertrieb Deutschland, gegenüber »kfz-betrieb« auf dem Genfer Automobilsalon. Er gehe davon aus, dass Audi dennoch das Vorjahresniveau mit 283.200 Neuzulassungen erreichen werde.

Dabei spricht die VW-Tochter für 2018 von einem „regelrechten Produktfeuerwerk“. Audi hat mehr Modellanläufe als jemals zuvor in einem Jahr: von der Oberklasse mit A7 und A6 über die Kompaktklasse mit dem neuen A1 bis zum Q3.

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Doch was dem Ingolstädter Autobauer zu schaffen macht, ist die Umstellung auf die neue Abgasnorm WLTP. Die bremst die zahlreichen Modellwechsel und Neuanläufe quasi aus. „Ab 2019 entfalten die neuen Modelle in ihren verschiedenen Varianten ihr volles Momentum.“

Sander sieht den Start ins Jahr noch als gelungen an, trotz rückläufiger Neuzulassungen (–3,3 Prozent) bei einem stark steigenden Markt (+9,5 Prozent). „Die ersten beiden Monate waren gut, zum Teil lagen wir sehr deutlich vor den Wettbewerbern. Diese Entwicklung spiegelt sich auch für uns beim Auftragseingang für uns und den Handel wider.“

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Ähnlich ist auch Sanders Einschätzung für das vergangene Jahr. Auch hier lag Audi (–2,2 %) deutlich hinter der Marktentwicklung (+2,7 %) zurück. „Ich bin mit dem vergangenen Jahr 2017 ausgesprochen zufrieden. Wir hatten nie zuvor so viele Auftragseingänge in einem Jahr, und auch die Händler profitierten von einem sehr hohen Auftragsbestand.“ Zudem habe Audi mit mehr als 294.000 Auslieferungen eine neue Bestmarke erzielt.

Trotz der Diesel-Affäre läuft der Selbstzünder bei den vier Ringen gut. „Im Neufahrzeuggeschäft ist die Nachfrage stabil“, so Sander. „Dies gilt vor allem bei Großkunden sowie im B- und C-Segment.“ Immerhin gesteht er ein, dass auch Audi die Verunsicherung der Verbraucher spüre und dass dies den Handel belaste.

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Mehr zur Lage bei Audi lesen Sie in unserer „Markt & Marken“-Ausgabe, die am 6. April 2018 erscheint oder ab dem selben Datum online in unseremPLUS-Fachartikel-Bereich.

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