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Audi A3: Aller guten Dinge sind drei

Autor / Redakteur: Edgar Schmidt / Edgar Schmidt

Audi bringt mit der A3 Limousine nun die dritte Karosserieversion des C-Segment-Modells auf den Markt. Sie soll für größere Stückzahlen in der wachsenden Kompaktklasse sorgen.

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Audi ergänzt die A3-Baureihe mit einer Limousine.
Audi ergänzt die A3-Baureihe mit einer Limousine.
(Foto: Audi)

Limousinen gehören in Deutschland – speziell im Kompaktklassesegment – nicht gerade zu den Bestsellern. Das sieht weltweit jedoch ganz anders aus. Speziell in den größten Märkten China und USA ist diese Karosserieform laut Audi derzeit die beliebteste. Deshalb erwartet der Hersteller, dass der Anteil der Limousine an den Gesamtverkäufen des A3 künftig rund 50 Prozent ausmacht. Zwei Drittel der Produktion sollen dann in die USA und nach China gehen, das letzte Drittel ist für den Rest der Welt bestimmt. Audi geht davon aus, dass davon etwa 50 Prozent in Europa bleiben.

Doch die neue Limousine hat durchaus das Zeug, auch in Deutschland erfolgreich zu werden, denn die Designer haben nicht einfach an einen A3 einen Kofferraum angesetzt, sondern eine komplett neue Karosserie entwickelt. So hat die Limousine nur die Scheinwerfer, den Kühlergrill, die Spiegel und die Türgriffe von den bereits bekannten Modellen bekommen, alle anderen Karosserieteile wurden neu gestaltet. Deshalb wirkt das Auto harmonisch und sportlich zugleich und ist weit entfernt von einem Biedermann-Image. Audi-Designer Dany Garand bezeichnete es als eine seiner bisher schwersten Aufgaben, der Limousine einerseits einen eigenständigen Auftritt mitzugeben und sie andererseits klar als Mitglied der A3-Familie kenntlich zu machen.

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Auf ersten Testfahrten glänzte der Wagen in allen Motorisierungen mit einer enormen Laufruhe. Weder Motor noch Wind oder Reifen traten akustisch in den Vordergrund. Außerdem rollt der Wagen sportlich straff abgestimmt über die Straßen, ohne dabei unkomfortabel zu wirken.

Zum Marktstart im Herbst liefert Audi die Limousine mit drei Motoren aus, zwei TFSI und einem TDI. Sie haben 1,4, 1,8 und 2,0 Liter Hubraum, ihre Leistung reicht von 103 kW/140 PS bis 132 kW/180 PS. Später sollen der 1,6-Liter-TDI mit 77 kW/105 PS und ein weiterer 2,0-Liter-TDI mit Euro-6-Einstufung folgen. Topversion wird die S3-Limousine werden. Ihr 2,0-Liter-TFSI-Motor entwickelt eine Maximalleistung von 221 kW/300 PS und 380 Nm Drehmoment. Alle alternativen Antriebe, die Audi für den A3 plant – also der Plug-in-Hybrid und die Erdgas-Variante – bleiben allerdings vorerst dem Sportback vorbehalten.

Dank konsequentem Leichtbau – im besten Fall wiegt der Wagen lediglich 1.250 kg – sind bereits die Einstiegsmotorisierungen völlig ausreichend, um locker im Verkehr mitzuschwimmen.

Preislich geht es bei der Limousine mit 24.300 Euro los, dank umfangreicher Zubehörliste lässt sich das jedoch leicht und deutlich steigern. Mit diesem Einstandspreis positioniert Audi die A3 Limousine deutlich unter dem A4 (27.750 Euro Einstiegspreis), aber auch mit guten Abstand zu A3 (ab 21.600 Euro) und A3 Sportback (ab 22.500 Euro). Die Unterschiede spiegeln sich auch in den Maßen wider: Die A3 Limousine ist 14,6 Zentimeter länger als der Sportback, aber 24,5 Zentimeter kürzer als die A4-Limousine.

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