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Audi E-Tron Spyder: So macht Elektro Spaß

| Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Die Audi E-Tron Spyder Studie vom letztjährigen Autosalon in Paris sieht nicht nur gut aus - sie fährt auch hervorragend, wie wir jetzt in Kalifornien feststellen konnten.

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Getestet: Der Audi E-Tron Spyder überzeugt mit beeindruckenden Fahrleistungen.
Getestet: Der Audi E-Tron Spyder überzeugt mit beeindruckenden Fahrleistungen.
( Audi )

Mehrere Kilometer lang haben wir den hochgerüsteten Ford Crown Victoria auf dem kurvigen Mulholland Highway vor uns hergetrieben, jetzt ist Schluss mit der Hatz: Der Sheriff stellt seinen Wagen quer, die Straße ist abgeriegelt. Jetzt bewegt sich der martialisch auftretende Ordnungshüter direkt auf unseren Zweisitzer zu - doch statt einer Gardinenpredigt wird uns ein breites Grinsen zuteil.

Der Beamte hat heute einen besonders guten Tag, denn er nimmt teil an einem Programm, in dessen Rahmen ein absolutes Einzelstück bewegt werden darf: Der Audi E-Tron Spyder, eine funktionsfähige Designstudie, die voll innovativer Technik steckt. Die kalifornische Polizei kümmert sich um die Absperrung der Straße und eskortiert den Prototypen bei den Fahrtests. Schließlich ist er sicht- und greifbares Resultat eines zwischen fünf und zehn Millionen teuren Projektes.

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Zu sehen war der E-Tron Spyder bereits im vergangenen Oktober - gleichzeitig mit dem Quattro Concept, das auf einer verkürzten RS5-Plattform aufbaut und von einer leistungsgesteigerten Version des 2,5-Liter-Fünfzylinders aus RS3 und TT RS angetrieben wird. Der offene Sportwagen ist noch um einiges ambitionierter, denn er nutzt keine vorhandene Architektur - und dient als Erprobungsobjekt für verschiedene technische und stilistische Ansätze, die das Bild der Marke Audi künftig prägen könnten.

Einen dieser Ansätze repräsentiert der Antrieb: Der E-Tron Spyder verfügt über einen längs in der Fahrzeugmitte eingebauten Biturbo-Diesel mit 230 kW/313 PS und 650 Nm Drehmoment - sowie zwei vorn eingebaute Elektromotoren mit zusammen 64 kW/88 PS und 352 Nm Drehmoment. Der Extra-Schub durch diese E-Motoren ist weit mehr als symbolischer Natur - und er soll sogar die Fahreigenschaften verbessern, denn das Drehmoment kann extrem schnell und präzise auf jedes einzelne Vorderrad übertragen werden.

Das Fahrzeugkonzept sieht ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe vor; das Fahrzeuggewicht soll trotz der Elektrifizierung nur 1.450 kg betragen. Der Prototyp wiegt allerdings in seinem heutigen Stand 200 kg mehr - und ist mit einem stufenlosen Multitronic-Getriebe ausgerüstet, das wiederum eine Abregelung des Motors bei 380 Nm erfordert. Außerdem hat Audi die Spitze auf ganze 60 km/h reduziert - eine Vorsichtsmaßnahme, die nicht zuletzt den speziell gefrästen Felgen mit ihren Kohlefaser-Applikationen geschuldet ist.

Auf Seite 2: Eindrucksvolles Fahrerlebnis

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