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Audi fährt mit Elaine und Aicon in die Zukunft

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Audi zeigt auf der diesjährigen IAA zwei Konzeptfahrzeuge, die sich mit den Möglichkeiten des autonomen Fahrens befassen. Technisch weisen sie unterschiedlich weit in die Zukunft.

Audi-Chef Rupert Stadler stellte auf der VW Group Night mehrere Studien vor, darunter den Aicon.
Audi-Chef Rupert Stadler stellte auf der VW Group Night mehrere Studien vor, darunter den Aicon.
(Bild: Audi)

Das 4,90 Meter lange SUV Elaine hat Funktionen, die nicht so weit von der Serienreife entfernt sind: Es fährt mit einem Autobahnpiloten bis zu einer Geschwindigkeit von 130 km/h, der eine weiterentwickelte Version des Staupiloten im neuen A8 ist. Der Assistent ermöglicht automatisierte Spurwechsel und Überholvorgänge ohne Zutun des Fahrers. Außerdem nutzt die Studie die „AI Zones“, die kurz vor der Serienreife stehen sollen.

Hier parkt der Fahrer das Auto in einer Übernahmezone, steigt aus und überlässt es dem Computer, das Auto in ein Parkhaus, eine Waschanlage oder zum Tanken zu fahren. So wird das SUV zu einem ins Internet der Dinge integrierten Gerät wie ein Smartphone oder eine Smartwatch. Elaine ist eine Weiterentwicklung des E-Tron Sportback, den Audi im Mai in Shanghai gezeigt hat – das SUV ist im Rahmen des „Audi AI“ getauften Autonomieprogramms entstanden.

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Das zweite – und ganz neue – Concept Car ist der Audi Aicon, der in einer ferneren Zukunft angesiedelt ist als Elaine. Die vollautonome Luxuslimousine ist als 2+2-Sitzer ausgelegt und mit zwei Einzelsitzen sowie einer Sitzbank ausgestattet. In der Kabine, die von großen Fensterflächen umgeben ist, sollen sich die Passagiere auch dank der Abwesenheit von Lenkrad und Pedalen wie in der First Class eines Luxusfliegers fühlen. Platz gibt es genug, schließlich streckt sich der Aicon auf 5,44 Meter, 24 Zentimeter mehr als die Langversion des A8.

Statt Scheinwerfern gibt es digital bespielbare Displayflächen und großflächige Lichtfelder, die beispielsweise Warnsignale für Fußgänger darstellen können. Steigt man bei Dunkelheit aus, löst sich ein „Lichtbegleiter“ vom Fahrzeug, der den Passagier in Form einer kleinen Drohne mit Scheinwerfer begleitet. Der Innenraum, der durch gegenläufig öffnenden Türen betreten wird, verfügt über ein Glasdach, das sich durch Anlegen elektrischer Spannung verdunkeln lässt. Angetrieben wird der Aicon von vier Elektromotoren, die zusammen 260 kW/354 PS leisten und ein Drehmoment von 550 Newtonmetern zur Verfügung stellen. Die Reichweite der Studie gibt Audi mit 800 Kilometern an.

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