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Audi macht den Q5 zur (Rück-)Lichtgestalt

Autor / Redakteur: sp-x/cs / Christoph Seyerlein

Die Schokoladenseite des Audi Q5 ist künftig das Heck. Erstmals setzt der Hersteller in den Rückleuchten OLED-Technologie ein. Doch auch an anderer Stelle tut sich beim nun anstehenden Lifting etwas.

Im Herbst startet der geliftete Audi Q5.
Im Herbst startet der geliftete Audi Q5.
(Bild: Audi)

Audi renoviert sein wichtigstes SUV: Der Q5 erhält im Herbst einen größeren Kühlergrill, Hightech-Rückleuchten und ein neues Bediensystem. Dazu gibt es Elektrounterstützung für die Motoren. Und auch eine neue Karosserievariante ist angekündigt.

Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal zum noch aktuellen Modell ist der neue, achteckige Kühlergrill, der nun zudem breiter und höher ausfällt. Im Profil nimmt ein neuer Schweller der Karosserie etwas von ihrer optischen Wucht, hinten gibt es erstmals Rückleuchten mit OLED-Technik. Diese flächigen und sehr variabel steuerbaren LEDs ermöglichen je nach Verkehrssituation verschiedene Leuchtengrafiken. Nähert sich etwa von hinten ein anderes Auto dem haltenden Q5 auf weniger als zwei Meter, aktivieren sich zusätzliche Warnlichter.

Audi Q5: (Rück)Lichtgestalt
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Im Innenraum ersetzt wie schon zuvor im technisch verwandten A4 ein Touchscreen den bisherigen Dreh-Drück-Steller. Dazu kommen ein verbesserter Sprachassistent und die Möglichkeit für Over-the-Air-Updates. Die Vernetzung ermöglicht es zudem, einzelne Extras gegen eine Zusatzgebühr noch nach dem Kauf freizuschalten, entweder dauerhaft oder nur zeitweise – interessant etwa bei Navigationsfunktionen für die Urlaubsfahrt. „Functions on demand“ nennt Audi das neue Geschäftsmodell.

Mildhybrid für alle Vierzylinder

Überarbeitet präsentiert sich auf das Motorenangebot: Alle Vierzylinder erhalten Mildhybridtechnik auf 12-Volt-Basis, für die Sechszylinder gibt es die Elektro-Unterstützung mit 48 Volt. Zudem sollen die Diesel ihre Abgase nun mit Hilfe des Twindosing-Filters von NOx säubern. Zum Start gibt es zunächst den 2,0-Liter-Diesel mit 150 kW/204 PS, weitere Motorvarianten werden nachgelegt, darunter auch zwei Plug-in-Hybride und ein Top-Diesel für den SQ5. Allradantrieb ist bei den meisten Motoren Serie, Automatik bei allen.

Die Preisliste für das Mittelklasse-SUV startet zunächst bei 48.700 Euro, die nachgereichten Einstiegsvarianten dürften das Niveau auf rund 45.000 Euro drücken. Zum Marktstart legen die Ingolstädter zudem das designorientierte Sondermodell „Edition One“ auf. Für das kommende Jahr ist darüber hinaus ein Coupé-Ableger mit dem Namenszusatz Sportback angekündigt. Der positioniert sich dann gegen die Wettbewerber BMW X4 und Mercedes GLC Coupé.

Für Audi ist der Q5 aus Verkaufssicht ein wichtiges Modell. Die aktuelle zweite Generation war in Deutschland seit ihrer Einführung im Januar 2017 immer für mehr als 20.000 Neuzulassungen pro Jahr gut. Im laufenden Jahr registrierte das Kraftfahrt-Bundesamt nach fünf Monaten bislang 6.509 neu zugelassene Audi Q5. Damit liegt das Modell – Corona- aber wohl auch altersbedingt – deutlich hinter dem Niveau aus dem Vorjahreszeitraum zurück (-42 %). Frischer Wind dürfte dem SUV also nicht schaden.

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