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Audi-Manager leitet Geschicke des „London Taxis“

| Autor: Andreas Grimm

Das berühmte London Taxi ist technisch bereits für die Neuzeit gerüstet. Nun soll der langjährige Audi-Manager Jörg Hofmann das Auto auch außerhalb Großbritanniens wirtschaftlich zum Erfolg führen.

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Der langjährige Audi-Manager Jörg Hofmann soll die internationale Expansion des „London Taxis“ vorantreiben.
Der langjährige Audi-Manager Jörg Hofmann soll die internationale Expansion des „London Taxis“ vorantreiben.
(Bild: LEVC)

Der langjährige Audi-Manager Jörg Hofmann übernimmt die Leitung des britischen Elektro-Taxi-Herstellers LEVC (London Electric Vehicle Company). Der 51-Jährige wird laut einer Mitteilung des Unternehmens, das zur Geely-Gruppe gehört, mit Wirkung zum 4. Februar 2019 zum CEO ernannt.

Hofmann löst Chris Gubbey ab, der das Unternehmen in den vergangenen drei Jahren geleitet hat. Gubbey hatte den Hersteller, das ursprünglich die London prägenden schwarzen Black Cabs baute, in einen Elektroauto-Hersteller überführt. Mit dem Marktstart des Elektro-Taxis „TX E-City“ soll das Unternehmen in seiner Produktnische zukunftsfähig sein, indem seine Taxis emissionsfrei in den Innenstädten unterwegs sind. Gubbey habe entscheidenden Anteil am Umbau des Unternehmens gehabt, sagte LEVC-Chairman Carl-Peter Forster laut der Mitteilung.

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Gubbeys Nachfolger Jörg Hofmann ist nun ein ausgewiesener Vertriebsmann. Er hatte 17 Jahre lang in den Bereichen Verkauf, Marketing und Produktplanung für General Motors und vor allem Audi gearbeitet. Seine letzte internationale Führungsposition hatte Hofmann von September 2013 bis März 2017 als Vorstand von Audi in Brasilien. Danach wurde er nach Ingolstadt zurückberufen.

Mit seinem Profil passt Hofmann gut zu seinem neuen Arbeitgeber. Mit der Entwicklung des Elektrotaxis ist eine Internationalisierungsstrategie verbunden. LEVC will mit dem „London Taxi“ nicht zuletzt auf dem europäischen Festland Marktanteile gewinnen. Für Vertrieb und Service steht das Volvo-Vertriebsnetz bereit. Das schwedische Fabrikat gehört ebenfalls zum Geely-Konzern.

Die Rahmenbedingungen für das Auto passen jedenfalls. Immer mehr Metropolen haben Probleme mit der Luftreinhaltung, Elektroautos können da helfen. Dazu kommt die spezielle Bauart des Modells TX. Hinten können sich insgesamt sechs Fahrgäste einfinden, die sich dann jeweils zu dritt gegenüber sitzen. Von ihnen per Plexiglasscheibe getrennt arbeitet der Fahrer und hält Kontakt über Sprechfunk. Der Boden ist topfeben, und über eine Rampe kann sehr schnell auch ein Rollstuhl an Bord genommen werden. Nicht zuletzt genießt nächtliches Partyvolk den Ausblick durch ein Panoramadach, und zu sechst fährt man recht preisgünstig – selbst ohne Moia, Uber und Co.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«