Audi muss Absatzprognose absenken

Autor / Redakteur: dpa / Jens Rehberg

Audi kommt nicht recht auf Touren. Die Ingolstädter Volkswagen-Tochter hat auch im dritten Quartal weniger Autos verkauft und seine Prognose am Donnerstag leicht nach unten korrigiert.

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2018 schwächelte der Audi-Absatz, dieses Jahr erwarten die Ingolstädter nun nur noch leichte Verbesserungen.
2018 schwächelte der Audi-Absatz, dieses Jahr erwarten die Ingolstädter nun nur noch leichte Verbesserungen.
(Bild: Audi)

Audi kommt nicht recht auf Touren. Die Ingolstädter haben auch im dritten Quartal weniger Autos verkauft und ihre Prognose am Donnerstag leicht nach unten korrigiert: Die Auslieferungen im Gesamtjahr dürften nur leicht über dem schwachen Wert des Vorjahres liegen. Finanzvorstand Alexander Seitz sagte: „2019 wird kein Rekordjahr, aber der Audi-Konzern steht solide da.“

Zwischen Juli und September lieferte Audi knapp 451.000 Einheiten aus – 8.000 weniger als im dritten Quartal des Vorjahres. Der Umsatz sank um eine halbe Milliarde auf 12,6 Milliarden Euro – allerdings nur wegen einer bilanztechnischen Änderung: Umsätze von Audi-Vertriebsgesellschaften mit Modellen von Volkswagen und anderen Konzernmarken werden nicht mehr bei Audi, sondern beim Konzern verbucht. Ohne diese Umbuchung wäre der Umsatz gestiegen. Auch für das Gesamtjahr peilt Audi einen leichten Umsatzanstieg an.

Der Betriebsgewinn stieg im dritten Quartal auf 938 Millionen Euro. Lässt man das im Vorjahresquartal verhängte Diesel-Bußgeld über 800 Millionen Euro außer acht, entspricht das einem Zuwachs von 28 Millionen Euro.

Geringe Auslastung, hohe Kosten

Investitionen in E-Autos und neue Technologien sowie der amerikanisch-chinesische Handelskonflikt belasten den Autobauer. Die deutschen Werke Ingolstadt und Neckarsulm sind nicht ausgelastet – aber die Kosten sind trotzdem kaum niedriger. Audi-Chef Bram Schot will 22 Milliarden Euro einsparen, um das Unternehmen wieder profitabler zu machen. Bis zum Jahresende strebt Audi eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat an.

Seitz sprach von einem „Jahr der Belastungen“, zeigte sich aber für das Schlussquartal zuversichtlich. Nicht nur die kleinen SUV-Modelle, sondern auch teure wie der Q8 kämen gut an, erklärte eine Sprecherin.

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