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Audi: Neues Vertriebsmodell soll Profitabilität sichern

| Autor: Martin Achter

Sichere Erträge – das verspricht Audi seinen Händlern mit dem neuen Vertriebsmodell. Am Mittwoch diskutierten Hersteller und Händlervertreter miteinander. Gesprochen wurde auch über Änderungen im Gebrauchtwagengeschäft.

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(Bild: Achter)

Onlinevertrieb, neue stationäre Vertriebsformate, digitale Services und ein erweitertes Gebrauchtwagengeschäft mit Herstellersiegel: Am Mittwoch präsentierte Audi sein künftiges Vertriebsmodell dem Europäischen Händlerverband (European Dealer Council Volkswagen/Audi) und stellte dabei eine stabile Ertragssituation in Aussicht. Veränderte Bestandteile aus dem bisherigen Vertriebsmodell sollen zusammen mit neuen digitalen Konzepten das Händlergeschäft zukunftssicher machen.

„Ziel der vorstellten Maßnahmen ist es, zusätzliche Möglichkeiten im aktuellen Vertriebsmodell zu nutzen, die Profitabilität der Vertriebsorganisation sicherzustellen und veränderten, digitalen Kundenerwartungen gerecht zu werden“, erklärte Audi in einer Pressemitteilung. Die in diesem Jahr verhandelten neuen Händlerverträge seien die Grundlage für das neue Vertriebsmodell von Audi, das „innovative Zukunftselemente mit bewährter Infrastruktur“ verbinde.

Die neue Vertriebsstrategie von Audi soll ab April 2020 greifen. Zu dem Zeitpunkt treten die neuen Händlerverträge in Kraft. In Deutschland wie in den meisten anderen europäischen Ländern sollen die Händler bis Ende November Unterschrift leisten.

Die wichtigsten Punkte des neuen Vertriebsmodells sind laut Audi ein massiver Ausbau des Onlinegeschäfts, die Schaffung einer digitalen Plattform für den Fahrzeugvertrieb bis hin zum Kaufabschluss (inklusive Finanzierung, Bezahlung und Inzahlungnahme), neue innerstädtische Vertriebsformate, Mobilitätskonzepte (wie „Audi on demand“), digitale Dienstleistungen (Software-Updates „over the air“), und das Kundenportal „My Audi“.

Audi präsentierte außerdem neue Berufsrollen im Autohaus, die der Hersteller im Rahmen eines Projekts zur Kundenbetreuung ausgearbeitet hat. Erste Betriebe testen dieses Konzept mit Rollenträgern wie beispielsweise Produktexperten im Autohaus.

Daneben stellte Audi auch Änderungen im Gebrauchtwagen-Programm in Aussicht. Das Herstellersiegel Gebrauchtwagen-Plus könnte demnach auf Fahrzeuge ausgeweitet werden, die älter als fünf Jahre sind. Am Dienstag hatte die Konzern-Hauptmarke VW den Händlervertretern ihre Zukunftspläne präsentiert.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«