Audi R8: Lifting für den Newcomer

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Zwischen Ferrari, Lamborghini und Porsche ist Audi in der obersten Pkw-Leistungsklasse immer noch ein Neuling. Allerdings ein erfolgreicher.

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Mit dem R8 hat sich Audi vor fünf Jahren auf Anhieb in der Liga der Supersportwagen festgebissen. Nun wurden Coupé und Roadster vorsichtig überarbeitet.
Mit dem R8 hat sich Audi vor fünf Jahren auf Anhieb in der Liga der Supersportwagen festgebissen. Nun wurden Coupé und Roadster vorsichtig überarbeitet.
(Foto: Audi)

Mit dem R8 hat sich Audi vor fünf Jahren in der Liga der Supersportwagen festgebissen. Nun werden Coupé und Roadster vorsichtig überarbeitet. Neben dezenten Designänderungen ist ein neues Top-Modell die wichtigste Neuheit.

Die Spitzenposition in der Angebotspalette nimmt künftig der R8 V10 Plus ein. Optisch differenziert sich die nur als Coupé angebotene Top-Version unter anderem durch den großzügigen Einsatz von Karbon-Teilen an Sideblades und Diffusor von den anderen V10- und V8-Varianten, wichtiger ist aber das Leistungsplus von 25 PS gegenüber dem normalen Zehnzylindermodell. Der 5,2 Liter große Zehnzylinder-Saugmotor kommt damit auf 404 kW/550 PS Leistung und ein maximales Drehmoment von 540 Nm, das nach bester Hochdrehzahlmanier erst bei 6.500 Touren anliegt. Der Spurt auf Tempo 100 wird in 3,5 Sekunden absolviert, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 317 km/h erreicht. Als Verbrauch gibt der Hersteller 12,9 Liter an.

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Neues Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe

Die Fahrleistungen beziehen sich dabei auf die Version mit dem erstmals in dieser Baureihe eingesetzten Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Die schnelle Automatik ersetzt das bislang als Option angebotene automatisierte Schaltgetriebe mit sechs Gängen. Das Top-Modell hat das neue Getriebe serienmäßig an Bord, wer lieber per Hand schaltet, kann alternativ ein manuelles Sechsganggetriebe ordern. Dann jedoch steigen Verbrauch (um zwei Liter) und die Dauer des 100-km/h-Spurts (um 0,3 Sekunden). Im Gegenzug erhöht sich die Endgeschwindigkeit auf 319 km/h.

Alternativ zu der neuen, mindestens 173.200 Euro teuren Plus-Variante gibt es die bekannten V8- und V10-Motoren, alle mit Allradantrieb ausgerüstet. Einstiegstriebwerk ist ein 4,2-Liter-V8 mit 316 kW/430 PS, darüber rangiert der 5,2-Liter-V10 in der Variante mit 386 kW/525 PS. Die Fahrleistungen bleiben unverändert, der Verbrauch sinkt jedoch dank des neuen Getriebes um bis zu 22 Prozent. Bei der 113.500 Euro teuren V8-Version wird dann allerdings ein Aufpreis fällig, beim 154.600 Euro teuren V10 gehört die Automatik zu Serie. Gleiches gilt für die offenen Spyder-Versionen, die jeweils 11.300 Euro teurer sind als die Coupés. Zunächst nicht mehr angeboten wird der R8 V10 Coupé, die bisherige Spitzenversion, die nicht nur mit 412 kW/560 PS, sondern auch mit besonders auffälligem Spoilerwerk und Keramikbremsen aufwartete. Ein Nachfolger wird möglicherweise zum Ende des Modellzyklus nachgereicht.

Basismodell ab 113.500 Euro

Der R8 verzichtet also zunächst auf Heckflügel und massive Aggressivität und verlässt sich auf sein bereits recht rassiges Standard-Design. Die Optik wurde beim Facelift dann auch nur geringfügig geändert. Unter anderem trägt nun auch der Sportwagen den an den oberen Ecken abgeschrägten Kühlergrill der Marke, zudem wurden die Stoßfänger leicht modifiziert. Bei allen Varianten gehören nun LED-Scheinwerfer zur Serienausstattung. Geändert wurden auch die Preise. Das Basismodell ist mit 113.500 Euro, 2.400 Euro mehr als bisher. Die Konkurrenz in Form von Lamborghini Gallardo (ab rund 165.000 Euro), Porsche 911 Turbo (rund 150.000 Euro) und Ferrari 458 (194.000 Euro) ist aber noch deutlich teurer.

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