Audi-Roboter in der Werkstatt

Autor Jens Rehberg

In den USA läuft ein Pilotprojekt, bei dem Servicetechniker von Audi Roboter in Partnerwerkstätten fernsteuern. So soll schnelle Unterstützung bei kniffligen Diagnosen gewährleistet werden.

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„Audi Robotic Telepresence“ heißt das Projekt, bei dem die Servicepartner ferngesteuerte Unterstützung erhalten.
„Audi Robotic Telepresence“ heißt das Projekt, bei dem die Servicepartner ferngesteuerte Unterstützung erhalten.
(Foto: kfz-betrieb)

Bei Audi of America läuft derzeit ein Pilotprojekt, in dem Kundendiensttechniker des Importeurs fahrende Roboter in Partnerwerkstätten fernsteuern. So soll schnelle Unterstützung bei kniffligen Diagnosen oder Reparaturen gewährleistet werden. Außerdem sollen die Werke des Herstellers schneller und detaillierter über modellspezifische Probleme informiert werden.

Die mobile Einheit in der Werkstatt besteht im Wesentlichen aus einer Säule auf Rädern, an der ein kleiner Monitor, eine Handkamera sowie ein Endoskop befestigt sind. Dieser einfache Roboter wird aus der Importeurszentrale oder einer regionalen Niederlassung heraus von einem Audi-Kundendiensttechniker ferngesteuert. Gilt es beispielsweise, am Fahrzeug eine komplexere Diagnose durchzuführen, kann sich die fahrende Säule zunächst gemeinsam mit dem Servicemitarbeiter vor Ort um das Auto herumbewegen.

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Damit der Audi-Techniker unterstützen kann, zeigt ihm der Servicemitarbeiter dann mithilfe der Handkamera die entsprechenden Problemzonen. Mit dem Endoskop können dabei auch Motorkomponenten oder andere schwer zugängliche Bereiche inspiziert werden. Dabei können sich die Spezialisten natürlich auch unterhalten – für eine entsprechende Verbindung ist lediglich ein Wi-Fi-Spot in der Werkstatt nötig. Auf dem Monitor des Roboters kann der Servicemitarbeiter sehen, mit wem er gerade spricht.

Dieser neue Prozess wird aktuell bei elf US-Partnern und sieben Niederlassungen der deutschen Importeurstochter getestet. In einem nächsten Schritt soll das Konzept auf 100 Betriebe ausgerollt werden.

Auch in Deutschland gibt es bereits Pilotprojekte, die eine ähnliche Zielsetzung verfolgen. Wie eine Audi-Sprecherin auf Anfrage sagte, werde hierfür aber die vorhandene Hardware in den Werkstätten genutzt. So seien beispielsweise Kameras an Diagnosegeräten für eine Videokommunikation zwischen Servicemitarbeitern und technischen Beratern in Ingolstadt eingerichtet worden.

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