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Audi: Sondereffekte in China sorgen für großes Absatzplus

| Autor: Christoph Seyerlein

Streitigkeiten mit dem chinesischen Händlernetz hatten Audi Anfang 2017 die Absatzbilanz verhagelt. Da der Konflikt mittlerweile beigelegt ist, sehen die diesjährigen Januar-Zahlen deutlich besser aus. Ein ernsthafter Konkurrent für Mercedes ist die VW-Tochter aber weiter nicht.

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Die A5-Familie zählte im Januar zu den Wachstumsträgern bei Audi.
Die A5-Familie zählte im Januar zu den Wachstumsträgern bei Audi.
(Bild: Audi)

Die Januar-Bilanz von Audi zeigt eines wieder einmal überdeutlich: Über Wohl und Wehe entscheidet bei den meisten Autobauern mittlerweile vor allem der chinesische Markt. Die Ingolstädter beispielsweise hatten Anfang des vergangenen Jahres Streitereien mit ihrem Händlernetz in China – die Folge waren Absatzeinbußen.

Mittlerweile ist der Konflikt längst beigelegt. In der Januar-Bilanz zeigt sich erstmals, wie stark er sich auf Audi ausgewirkt hat. Im Vergleich zum Januar 2017 verkauften die Ingolstädter in China mit 60.875 Einheiten satte 73 Prozent mehr.

Kein Wunder, dass somit auch der weltweite Absatz mit 149.100 ausgelieferten Autos um 20,3 Prozent in die Höhe schoss. Allerdings macht jene Zahl auch deutlich: Längst nicht überall läuft es für Audi rund. In Europa etwa, verkaufte die Marke mit 60.450 Einheiten im Januar in etwa gleich viele Autos wie in China – und schrumpfte damit im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,2 Prozent. In Deutschland steigerte sich die Marke mit einem Absatz von 23.019 Neuwagen marginal (+0,4 %).

Vertriebsvorstand Bram Schot sprach dennoch von einem „guten Auftakt in ein für Audi sehr wichtiges Jahr“. Vor allem mit neuen Oberklasse-Modellen will der Hersteller 2018 angreifen. Der neue A7 steht bereits in den Startlöchern, ebenfalls noch in diesem Jahr kommen der neue A6 und mit dem Q8 und dem reinelektrischen Audi E-tron zwei große SUVs.

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Im Januar waren Audi zufolge vor allem die A4- und A5-Baureihen bei Kunden beliebt. Das Wachstum betrug in diesem Segment laut dem Hersteller rund 50 Prozent. Allerdings kommt der A4 auch von einem relativ schwachem Niveau, erst kürzlich hatte Audi bekannt gegeben, das Modell mit viel Geld ankurbeln zu wollen.

Mercedes meilenweit voraus

Besonders stark zulegen konnten A4 und A5 laut einer Pressemitteilung in den USA (+71 %). Allgemein verlief der Januar für die Marke auf dem schwierigen US-Markt mit 14.511 verkauften Autos positiv (+9,9 %).

Trotz der deutlich besseren Januar-Zahlen ist Audi aktuell weiter kein Konkurrent für Mercedes. Die Stuttgarter verkauften zum Jahresstart mit 193.414 Autos fast 45.000 Einheiten mehr als die Ingolstädter.

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