Audi taumelt weiter dem Jahresende entgegen

WLTP belastet die Marke nach wie vor

| Autor: Christoph Seyerlein

Die Verfügbarkeit neuer Audi-Modelle bleibt für Händler ein Problem.
Die Verfügbarkeit neuer Audi-Modelle bleibt für Händler ein Problem. (Bild: Audi)

Audi steckt weiter im WLTP-Schlamassel fest. Auch im November belasteten die Schwierigkeiten mit der Zertifizierung neuer Modelle die Auslieferungen des Ingolstädter Herstellers schwer. Zwar machte die Marke im Vergleich zum Oktober leichte Fortschritte, verglichen mit dem November 2017 bedeuteten 132.650 Auslieferungen trotzdem ein deutliches Minus von 16,7 Prozent.

Aller Voraussicht nach muss sich Audi nun auch darauf einstellen, im Gesamtjahr ein schlechteres Ergebnis abzuliefern als 2017. Per November hat die VW-Tochter weltweit 1.657.950 Neuwagen ausgeliefert, 2,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auf die Konkurrenz braucht sich Audi derzeit nicht zu konzentrieren – zu groß ist der Abstand. Mercedes lieferte im November fast 200.000 Fahrzeuge aus, die BMW-Zahlen liegen noch nicht vor. Aber auch die Münchner waren zuletzt deutlich besser unterwegs als die Ingolstädter.

Und so musste auch Audi-Interimschef Bram Schot am Dienstag eingestehen, dass man „eine sehr herausfordernde Phase“ durchlaufe, „die das operative Geschäft belastet.“ Audi arbeite „mit Hochdruck“ an der Homologation der Motor-Getriebe-Varianten. Immerhin habe man „nun schon ein dreistelliges Verkaufsangebot.“

Gerade in Europa reicht das für Audi aber bei Weitem noch nicht, um das eigene Normalniveau bei den Auslieferungen zu erreichen. Im November setzte es ein Minus von 33,9 Prozent, in Deutschland lag es bei 27 Prozent. Auf eine schnelle Verbesserung der Situation brauchen die Händler hierzulande nicht zu hoffen. „Auch in den kommenden Monaten wird dieser angespannte Zustand weiter andauern“, teilte Audi mit. Wenig berauschend läuft es derzeit für die Marke auch in den USA. Dort lieferte Audi mit 17.082 Einheiten im November 11 Prozent weniger Fahrzeuge aus als vor Jahresfrist.

Einziger Lichtblick in der jüngsten Bilanz ist der chinesische Markt. Obwohl jener zuletzt merklich abkühlte und sogar ins Minus rutschte, bleiben die Ingolstädter dort als eine von nur wenigen Marken stabil. Im November wurde die VW-Tochter im Reich der Mitte 57.721 Neuwagen los, 2,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

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