Audi: „Wir sind wieder im Angriffsmodus“

Autor: Christoph Seyerlein

Beim Absatz hat Audi zuletzt regelmäßig nur die Rücklichter von Mercedes und BMW gesehen. Vertriebsvorständin Hildegard Wortmann sieht den Hersteller nun aber auf dem richtigen Weg.

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„Die Zukunft ist elektrisch“, sagt Audi-Vertriebsvorständin Hildegard Wortmann.
„Die Zukunft ist elektrisch“, sagt Audi-Vertriebsvorständin Hildegard Wortmann.
(Bild: Audi)

Audi-Vertriebsvorständin Hildegard Wortmann sieht den Ingolstädter Hersteller auf einem guten Weg. „Wichtig ist, dass wir wieder im Angriffsmodus sind. Wir sind wieder da, machen Marktanteile gut“, sagte sie im Interview mit der „Kleinen Zeitung“ aus Österreich. Auf die Frage, ob sie mit Audi schon dort sei, wo sie hinwolle, schränkte Wortmann allerdings ein: „Nein, da müssen wir Gas geben. Und das tun wir.“

Bei den angesprochenen Marktanteilen war die VW-Tochter infolge der Dieselgate-Affäre deutlich hinter die Hauptkonkurrenten Mercedes und BMW zurückgefallen. Bis heute hat sich die Marke davon nicht so recht erholt. In Deutschland bleibt für Audi auch im laufenden Jahr nach neun Monaten bislang nur Platz drei. Die Ingolstädter erzielten zwischen Januar und September bei den Neuzulassungen einen Marktanteil von 7,5 Prozent, BMW liegt bei 8,3 und Mercedes bei 10,1 Prozent.

„Keine Alternative“ zur Elektromobilität

Hoffnungsträger ist für die Ingolstädter der E-Tron. Das Elektro-SUV ist in seinem Segment Marktführer. Es soll für das Fabrikat aber mehr sein, als nur ein Volumenträger. Wortmann erklärte dazu: „Der E-Tron steht für diese Veränderungsbereitschaft, weil wir ein gesamthaftes Angebot haben und nicht nur ein weiteres Modell. Schritt für Schritt setzen wir die Elektrifizierung konsequent fort und nehmen dabei die Kunden mit.“ Zweifel an der E-Strategie des gesamten Volkswagen-Konzerns habe sie nicht, beteuerte die Vertriebschefin. „Die Zukunft ist elektrisch. Es gibt keine Alternative, wenn man Klimaschutz ernst nimmt.“

Einmal mehr betonte die 54-Jährige zudem, dass sie mit Audi auch wieder stärker jüngere Kunden ins Auge fassen möchte. Es gebe viele Elemente am Auto, die junge Menschen „total begeistern“, so Wortmann. Sie denke dabei beispielsweise an Design, Ausstattungen und Konnektivität. „Das sind Themen, die im Auto, in einer Marke stattfinden. Deshalb habe ich keine Angst, dass wir die Jungen verlieren. Die erreichen wir mit unserer Digitalisierung, mit unserer Konnektivität“, so die Audi-Managerin.

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«