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Audis Talfahrt setzt sich im Februar fort

| Autor: Christoph Seyerlein

Jahresstart verpatzt: Audi hat im Februar ein noch deutlich größeres Absatzminus hinnehmen müssen als im Januar. Die Probleme sind gerade in Europa zu großen Teilen hausgemacht. Vertriebsleiter Martin Sander übt sich dennoch in Optimismus.

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Audi hofft mit elektrifizierten Modellen Schritte nach vorne zu machen. In Genf zeigte der Hersteller unter anderem vier neue Plug-in-Hybride, hier zu sehen ist der Q5.
Audi hofft mit elektrifizierten Modellen Schritte nach vorne zu machen. In Genf zeigte der Hersteller unter anderem vier neue Plug-in-Hybride, hier zu sehen ist der Q5.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Audi hat den Jahresstart 2019 verpatzt. Nachdem der Absatz im Januar bereits rückläufig war (-3 %), verlief der Februar noch eine ganze Spur schlechter. Mit 119.800 Neuwagen lieferte der Hersteller im zurückliegenden Monat 8,5 Prozent weniger aus als im Vorjahresmonat. Von den wichtigen Märkten entwickelte sich im Februar nur China aus Audi-Sicht positiv.

Gerade in Europa (54.800 Einheiten, -12,8 %) sind die Probleme weiter zu großen Teilen hausgemacht. „Die eingeschränkte Verfügbarkeit von Modell-Varianten aufgrund von WLTP sowie einer herausfordernden Anlauf-Situation war auch im Februar noch spürbar“, sagt Martin Sander, Vice President Global Marketing and Sales. Immerhin geht es in Sachen Abgas-Test etwas voran: Aktuell hat der Hersteller nach eigenen Angaben 161 Motor-Getriebe-Varianten nach WLTP homologiert, im Januar waren es erst 129 gewesen.

Bessere Verfügbarkeiten können auch die hiesigen Händler dringend gebrauchen: In Deutschland verlor Audi mit 23.237 Auslieferungen verglichen mit dem Vorjahresmonat 10,5 Prozent – bei einem gleichzeitig wachsenden Gesamtmarkt.

Auch in den USA lief es für die VW-Tochter im Februar mau. 13.560 verkaufte Neuwagen bedeuteten dort ein Minus von 12,2 Prozent. Und so können die Ingolstädter aktuell einzig und allein nach China blicken, wenn sie auf der Suche nach positiven Zahlen sind. Dort wuchs die Marke auf 40.084 Auslieferungen (+1,8 %). Damit entwickelte sich das China-Geschäft gegen den dortigen stark rückläufigen Trend.

Hoffen auf Elektro-Modelle

Für die kommenden Monate versuchte Martin Sander, in der Audi-Mitteilung Optimismus zu verbreiten. „Die hohe Nachfrage nach unseren neuen Modellen belegt, dass wir mit dem Ausbau und der Elektrifizierung unseres Portfolios auf dem richtigen Weg sind“, sagte er. Anfang der Woche hatte das Unternehmen auf dem Genfer Autosalon unter anderem die Plug-in-Hybrid-Varianten der Modelle A8, A7 Sportback, A6 und Q5 sowie eine Vorschau auf den Audi E-Tron Sportback und das Showcar Q4 E-Tron Concept präsentiert.

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