Elektronikreparatur Auf der „Überholungsspur“

Von Steffen Dominsky

Dass Kfz-Elektronik immer mehr zur Herausforderung wird, spüren nicht nur Werkstätten. Auch die, die defekte Steuergeräte und Co. reparieren. Doch neue Prozesse versprechen auch künftig eine sichere und preiswerte Überholung – Beispiel Actronics.

Mithilfe neuer Maschinen und an industrielle Standards angelehnter Prozesse hat Actronics den Qualitätsstandard seiner Steuergeräteinstandsetzung abermals verbessert.
Mithilfe neuer Maschinen und an industrielle Standards angelehnter Prozesse hat Actronics den Qualitätsstandard seiner Steuergeräteinstandsetzung abermals verbessert.
(Bild: Actronics)

Preisfrage: Worin unterscheiden sich ein Kühlschrank aus DDR-Produktion und die Elektronikkomponente eines modernen Automobils? In so ziemlich allem? Stimmt! Schließlich schrieb der andere deutsche Staat damals vor, wie lange Konsumgüter zu halten hatten. Und diese Vorgaben waren streng – mindestens zehn beziehungsweise zwölf Jahre. Ergo konzipierten die VEB-Konstrukteure ihre Produkte eben zuverlässig und nicht so, dass sie schnell verschleißen. Anders als Entwickler heute, egal ob im Fall Waschmaschine oder Automobilkomponente.

Vieles, was heute die Fließbänder der Kfz-Zulieferer verlässt, hat nicht nur gefühlt ein Verfallsdatum von wenigen Jahren. Da aber ein neues Steuergerät a) richtig Geld kostet und b) sein Einbau reichlich Arbeit bereitet (Neucodierung etc.), sind allen voran freie Kfz-Betriebe auf Alternativen angewiesen. Und genau die bieten ihnen Unternehmen wie Actronics. Seit 17 Jahren reparieren die findigen Finger eines stetig wachsenden Teams aus dem niederländischen Almelo so ziemlich alles an einem Automobil, was einen mehrpoligen Stecker hat.