Augmented Reality: Hilfe aus dem Bond-Labor

Autor: Jan Rosenow

Mithilfe der erweiterten Realität (Augmented Reality) verfügen künftig auch Werkstattmitarbeiter über den „Röntgenblick“. Was das bringt, erläutert Gerald Sailer von Bosch auf den Autoservicetagen in Würzburg.

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Augmented Reality im Einsatz: Beim Blick auf das Auto zeigt der Computer, wo Kabelstränge entlanglaufen oder Steckverbindungen sitzen.
Augmented Reality im Einsatz: Beim Blick auf das Auto zeigt der Computer, wo Kabelstränge entlanglaufen oder Steckverbindungen sitzen.
(Bild: Bosch)

In Hollywood-Actionfilmen ist es ein gern gezeigter Trick: Mithilfe einer „Röntgenbrille“ scannt der Held sein Gegenüber und erkennt, ob der Bösewicht unter seiner Kleidung eine verborgene Waffe trägt. Selbst ganze Fahrzeuge werden manchmal auf diese Weise durchleuchtet. Dass dies auch in der echten Werkstattpraxis von Nutzen sein könnte, leuchtet wortwörtlich ein.

Werkstätten sollen schon bald in der Lage sein, mithilfe eines vermeintlichen Röntgenblicks hinter die Kulissen zu sehen. „Augmented Reality“ (AR) heißt das Zauberwort. Mit durchleuchtender Strahlung hat die dahinter steckende Technik aber nichts zu tun. Vielmehr erkennt das System, auf welche Teile des Fahrzeugs der Monteur gerade blickt, und spielt ihm dazu auf einem Tabletcomputer oder über eine spezielle Brille vorher festgelegte Zusatzinformationen ein. Das können Ein- und Ausbauanleitungen oder Tipps zur Fehlersuche sein.

Den Lagerschaden oder den kaputten Sensor muss der Monteur also weiterhin selbst erkennen, doch auf dem Weg dorthin könnte er mit der erweiterten Realität kräftig Zeit sparen. So ergab ein Bosch-Test, dass Probanden den Fehler an einem Airbagsystem mithilfe von AR in 20 Prozent weniger Zeit beheben konnten als ohne. Die Erklärung dafür: Der heute noch übliche Arbeitsschritt „vom Fahrzeug weg, auf den Bildschirm sehen, zurück zum Fahrzeug“ entfällt. Außerdem entfällt das Lokalisieren, das heißt das Übertragen des gesehenen Eindimensionalen auf die dreidimensionale Realität – vom Vermeiden von Fehlern ganz zu schweigen.

Fachvortrag von Bosch auf den Autoservicetagen

Augmented Reality – und wie sie den Werkstätten helfen kann – ist ein Thema auf den Autoservicetagen 2016, die am 29. und 30. November in Würzburg stattfinden. Auf dem Forum für Servicemanagement im Autohaus treffen sich Inhaber, Geschäftsführer und Serviceleiter aus Autohäusern, um sich markenübergreifend rund um das Thema Servicemanagement auszutauschen.

Den Vortrag zur Augmented Reality hält Gerald Sailer von Bosch Automotive Service Solutions. Er arbeitet seit mehr als 20 Jahren im Umfeld der technischen Dokumentation an den dazugehörigen Prozessen, Systemen und Technologien. In den letzten vier Jahren liegt sein Schwerpunkt als Produktmanager für Augmented Reality und Innovationen auf der Industrialisierung von Augmented Reality bei Bosch.

Melden Sie sich jetzt zu den Autoservicetagen am 30. November 2016 an! Hier geht es direkt zur Anmeldung.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group