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Aus HUK-Select wird HUK-Autoservice

| Autor: Wolfgang Michel

Der Coburger Autoversicherer will bis 2018 rund 300 Karosserie- und Lackbetriebe zu Partnerwerkstätten machen. Der ZDK sieht solche Pläne kritisch.

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Zentrale des Versicherungskonzerns
Zentrale des Versicherungskonzerns
(Foto: HUK Coburg)

Aktuell informiert die HUK interessierte Karosserie- und Lackbetriebe über die Pläne des Coburger Versicherungskonzerns bezüglich eines eigenen Werkstattnetzes. Der Start von „HUK Autoservice“ soll in Metropolen wie München, Frankfurt und Düsseldorf erfolgen. Von den dortigen Pilotstützpunkten aus wollen die Coburger ihr Werkstattkonzept dann in der Fläche ausrollen.

Aus den Teilnehmerkreisen der Infoveranstaltung ist zu hören, dass sich die angeschlossenen Betriebe den Autofahrern als „Die Partnerwerkstatt“ präsentieren sollen. Das CI-Design trägt eine schwarz-gelbe Handschrift.

„Wir wollen im Autoservice in der ersten Liga mitspielen“, so ein HUK-Verantwortlicher. Gegen Audi, BMW und Co. wolle man mit „kleinsten Preisen“ punkten. HU und AU soll es für 79 Euro geben, den kompletten Radwechsel für 19 Euro. Klassische Inspektionen sollen in vier verschiedenen Preisfenstern zwischen 199 und 299 angeboten werden – inklusive Mehrwertsteuer und Ersatzteile.

Apropos Ersatzteile: Die Schmierstoffe soll Petronas liefern, die Ersatzteile Stahlgruber/PV, die Reifen kommen von der Börse Gettygo. „Beste Qualität zu besten Preisen“ – so lautet in Zukunft wohl ein weiterer Slogan von „HUK-Autoservice“.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) sieht solche Pläne indes kritisch: „Die Versicherungen drängen sich mit aller Macht zwischen Werkstatt und Kunden. Da sind wir als Verband gefragt, die Autofahrer über die Nachteile aufzuklären. Denn am Ende führt nur qualitative Arbeit zu guten Ergebnissen – und Qualität hat bekanntlich ihren Preis“, so Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk auf der ZDK-Jahrespressekonferenz am Donnerstag in Berlin.

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 Wolfgang Michel

Wolfgang Michel

Chefredakteur »kfz-betrieb«