Ausbildungsbeginn in Kfz-Betrieben

Autor / Redakteur: Johannes Büttner / Johannes Büttner

Im August und September haben Tausende junge Menschen eine Ausbildung im deutschen Kraftfahrzeuggewerbe begonnen. Offizielle Zahlen liegen zwar noch nicht vor, doch fest steht: Das Kfz-Gewerbe bleibt einer der größten Ausbilder im Lande.

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Tausende junge Menschen haben in diesen Tagen eine Ausbildung im Kfz-Gewerbe begonnen, so auch bei Mercedes Herbrand.
Tausende junge Menschen haben in diesen Tagen eine Ausbildung im Kfz-Gewerbe begonnen, so auch bei Mercedes Herbrand.
(Foto: Herbrand)

Im Spätsommer 2012 sind Hunderttausende junge Menschen in Deutschland ins Berufsleben gestartet. Sie begannen – meist am 1. August oder am 1. September – eine duale Ausbildung. Eine der wichtigsten Ausbildungsbranchen ist dabei traditionell das Kraftfahrzeuggewerbe. Offizielle Statistiken für das Ausbildungsjahr 2012/13 liegen zwar noch nicht vor, doch Anfang des Jahres waren über 26.000 gewerbliche und kaufmännische Lehrlinge im deutschen Kfz-Gewerbe beschäftigt. Die Meldungen, die in den letzten Tagen bei »kfz-betrieb ONLINE« eingingen, deuten darauf hin, dass die Autohäuser und freien Kfz-Betriebe weiterhin zu den größten Ausbildern im Lande zählen.

Beispielsweise begrüßte der geschäftsführende Gesellschafter der Hahn-Gruppe auf dem Lehrlingstag des Unternehmens 61 neue Auszubildende, davon 39 in gewerblichen und 22 in kaufmännischen Berufen. Bei dieser Gelegenheit betonte er, dass sein Betrieb besonderen Wert auf eine konsequente Betreuung der Lehrlinge lege: „Die intensive Begleitung der Auszubildenden während ihrer gesamten Lehrzeit ermöglicht es uns, die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter optimal auf das zukünftige Berufsleben vorzubereiten. Damit werden sie nicht nur für unser Unternehmen, sondern für die ganze Wirtschaft zu einem wertvollen Faktor."

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Ähnlich sieht das die kaufmännische Leiterin des Autohauses Kunzmann, Claudia Schwing. Beim Aschaffenburger Mercedes-Betrieb begannen im September 41 Azubis mit einer Einführungswoche ihre Ausbildung. Dort steht neben Sachinformationen besonders die Teambildung im Mittelpunkt. „Dabei geht es uns vor allem darum, dass sich kaufmännische und gewerbliche Azubis kennenlernen und Kontakte für eine Zusammenarbeit knüpfen“, so Schwing.

Bei der AHG Autohandelsgesellschaft in Horb starteten 45 technische und 40 kaufmännische Auszubildende mit Begrüßungstagen ins Berufsleben. Die Neulinge erhielten einen ersten Eindruck von ihrem künftigen Arbeitsplatz, den Strukturen, der Markenvielfalt sowie den Ausbildungsinhalten und den Richtlinien des Unternehmens.

22 junge Leute begannen bei der Eisenacher Autohausgruppe Schade eine Ausbildung. Nach der persönlichen Begrüßung durch den Geschäftsführer Holger Schade bekamen die Berufseinsteiger ausführliche Informationen zu den Automobilberufen, Arbeitssicherheit, Märkten und Produkten sowie Umweltschutz.

Aktionen der Innungen

Bei Mercedes-Herbrand begannen in diesem Jahr 37 Schulabgänger eine Berufsausbildung. Das Familienunternehmen mit Standorten am Niederrhein und im Westmünsterland hat eine Azubi-Akademie ins Leben gerufen, um ihnen einen optimalen Start ins Arbeitsleben zu ermöglichen. Die Veranstaltungsreihe besteht aus einer Besichtigung aller Herbrand-Center, einem mehrtägigen gemeinsamen Workshop sowie fachspezifischen Schulungen.

Auch die Kfz-Innungen tun einiges dafür, um dem Berufsnachwuchs den Einstieg zu erleichtern. So lädt die Hamburger Innung alle neuen Azubis zum „Start up“ ein. „Zwar steht die sicherheitstechnische Einweisung im Mittelpunkt, aber es gibt auch ein unterhaltsames Rahmenprogramm“, sagt Bernd Seeger, Abteilungsleiter Berufsbildung der Innung des Kfz-Handwerks Hamburg. An fünf Stationen lernen die künftigen Kfz-Mechatroniker Grundlegendes zu Brand- und Unfallschutz, Airbag und Social Media und werden über Berufsschule, überbetriebliche Lehrgänge und Prüfungen informiert. Zum Abschluss des Tages erhalten die Lehrlinge nicht nur ein Zertifikat über die Erstunterweisung, sondern auch einen Ordner mit allen Informationen und Kontaktdaten der Ansprechpartner.

Ein Extra für alle Auszubildenden bietet die Nachwuchsförderungskampagne des Kfz-Gewerbes an. Mit dem Ausbildungsausweis im EC-Karten-Format erhalten die Jugendlichen viele Vergünstigungen, vom ermäßigten Eintritt zu Fachmessen oder Freizeitparks bis hin zu Zeitungen und Zeitschriften zum Vorzugspreis. Mit dem Einverständnis des Ausbildungsbetriebes können die Lehrlinge den Ausweis beantragen.

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